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NABU und WDCS kritisieren Baupraxis bei Offshore Windkraftanlagen

NABU WDCS Baupraxis Offshore Windkraftanlagen



Berlin/München - Nach Einschätzung des NABU und der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS gefährdet die derzeitige Baupraxis bei Offshore Windkraftanlagen lärmsensible Meeressäuger wie den an deutschen Küsten heimischen und in der zentralen Ostsee stark bedrohten Schweinswal.

Mit Blick auf den weiteren Ausbau der Windenergie auf dem Meer fordern die Umweltschützer die Industrie zu mehr Engagement und erheblichen Nachbesserungen beim Lärmschutz auf. Bei der Gründung der Windräder im Meeresboden werden die Stützpfeiler in der Regel mit einem riesigen Hammer und Tausenden von Schlägen in den Meeresboden getrieben. Der dabei entstehende Unterwasserlärm ist kaum vorstellbar. Spitzenschallpegel von mehr als 200 Dezibel können insbesondere das empfindliche Gehör von Walen verletzen, aber auch Fische und die Lebewesen des Meeresbodens gefährden, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Um die Meeresbewohner zu schützen, fordern die Umweltverbände die intensive Erforschung schonender Gründungsverfahren, effektive Schallschutzmaßnahmen wie z. B. Blasenvorhänge sowie die zeitliche und räumliche Koordination der Arbeiten bei Beachtung der Reproduktionszeiten.

Seit Ende 2009 liefert der erste deutsche Windpark, das Testfeld alpha ventus, Strom aus dem Meer. Zur Zeit beginnt der Bau für die beiden kommerziellen Windparks Baltic 1 und BARD Offshore 1. Insgesamt hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bereits 26 Genehmigungen erteilt, für weitere 68 Windparks liegen Anträge vor. Für Wale ist das Gehör der wichtigste Sinn, sie brauchen es zur Nahrungssuche, zur Kommunikation und zur Orientierung. Beim Bau einer Windkraftanlage kann der Schall so laut sein, dass nach einem Tag Dauerbeschallung das Gehör der Wale selbst in vielen Kilometern Entfernung geschädigt wird, so WDCS-Meeresschutzexperte Karsten Brensing.

Das BSH veranstaltete am vergangenen Sonntag einen Workshop zum Thema in Stralsund. Mehr als 130 Vertreter von Behörden, Wissenschaft, Industrie und Naturschutzverbänden diskutierten über alternative Bauverfahren und Risikominimierung beim Ausbau der Offshore Windkraft. NABU und WDCS forderten dabei, den notwendigen Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels nicht auf Kosten der Meeresumwelt zu führen.

Insbesondere Genehmigungsbehörden und Industrie sind in der Pflicht, die Offshore Windkraft zu einer wirklich grünen Technologie zu machen, so die Verbände.


Für Rückfragen:
Dr. Kim Detloff, NABU-Meeresschutzexperte, 030-284 984 1626, mobil 0152-09202205.

Dr. Karsten Brensing WDCS-Meeresschutzexperte, 089-4581 9943, mobil 0176 22675679

Im Internet zu finden unter www.NABU.de und www.WDCS-de.org  


Bonn - Veröffentlicht von pressrelations

Quelle: NABU - Naturschutzbund Deutschland / pressrelations.de

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