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Pressemeldung von Text-Büro

Allsat und Axio-Net vermessen satellitengestützt Bau der Fehmarnbelt-Querung

Allsat Axio-Net Bau Fehmarnbelt-Querung


Die geplante Fehmarnbelt-Querung (Brücke oder Tunnel) ist der Superlativ der Baukunst. Die mit 5,6 Mrd. Euro veranschlagte und mit rund 20 Kilometern dann vermutlich längste Brücke Europas soll Deutschland mit Dänemark verbinden und 2018 eröffnet werden. Damit die Ingenieure den Trassenverlauf über die Ostsee-Meerenge millimetergenau realisieren und vor allem die Bohrungen für das Mammutbauwerk exakt positionieren können, liefern Allsat GmbH und AXIO-NET GmbH aus Hannover die Technik und garantieren die Grundlage, den Fehmarnbelt satellitengestützt via GNSS zu vermessen. GNSS steht für Globale Navigations Satelliten Systeme und bedient sich sowohl der amerikanischen GPS- wie auch der russischen GLONASS-Satellitensignale, voraussichtlich ab 2011 auch der Signale des europäischen Galileo-Systems. Das Referenzsystem für die Fehmarnbelt-Querung ist seit März im Testbetrieb.

Anders als beim einfachen GPS-Navigationsgerät, das mit einer Genauigkeit von 1-5 Metern arbeitet, lassen sich mit den GNSS-Daten von Allsat und Axio-Net millimetergenau Koordinaten in Echtzeit bestimmen. Das Hochleistungsnavigationssystem empfängt die Daten mittels präzise positionierter Antennen. Die Software GNSMART des Partners Geo++, die die Signale mit den tatsächlichen Koordinaten abgleicht, korrigiert automatisch Fehler der Satellitensignale, da diese atmosphärisch bedingten Abweichungen unterliegen.

Jeweils zwei Referenzstationen haben AXIO-NET und ALLSAT bei Puttgarden auf der deutschen Ostseeinsel Fehmarn und bei Rødbyhavn auf der dänischen Insel Lolland installiert. Die Stationen ruhen auf tiefgründigen Fundamenten, sind unverrückbar und liefern damit die Referenzkoordinaten für eine zuverlässige und präzise Positionierung auf der zukünftigen Großbaustelle.

Das Referenznetz wurde im Februar 2010 fertig gestellt und in den Testbetrieb übernommen. Betreiber ist nun AXIO-NET. Das Netz wird die gesamte Großbaustelle permanent mit GNSS-Korrekturdaten vorsorgen und nach Fertigstellung der Querung noch mindestens weitere drei Jahre für Monitoringzwecke zur Verfügung stehen. Auftraggeber ist die Femern A/S, die eigens vom dänischen Verkehrministerium für die Planung der Fehmarnbelt-Querung gegründet wurde.

Bereits 2008 haben Deutschland und Dänemark als Anrainer den Staatsvertrag unterzeichnet und damit den Weg frei gemacht für die Fehmarnbelt-Querung. 2009 folgte die Ratifizierung in beiden Ländern. Projektiert ist neben der Querung auch die verkehrliche Anbindung im Hinterland. Das europäische Verkehrsprojekt soll den Personen- und Güterverkehr zwischen den die Metropolregionen Stockholm, Kopenhagen/Malmö, Hamburg und Berlin beschleunigen. Von den veranschlagten 5,6 Mrd. Euro Baukosten wird Dänemark 4,8 Mrd. Euro tragen.

Die Allsat GmbH zählt weltweit zu den führenden Navigationsspezialisten. 1991 von Dipl.-Ing. Jürgen Rüffer gegründet, ist das Unternehmen einer der Pioniere bei der satellitengestützten Vermessung. Die ALLSAT-Gruppe beschäftigt insgesamt 30 Mitarbeiter und setzt 5 Mio. Euro im Jahr um. „Als wir damals gestartet sind, waren wir einer von zwei GPS-Dienstleistern in Deutschland“, sagt Rüffer, der seine Diplomarbeit bereits 1980 zu diesem Thema verfasste – zwei Jahre, bevor der erste GPS-Testsatellit ins All geschossen wurde und mehr als 10 Jahre vor Inbetriebnahme des Systems!

Im Laufe der Jahre baute Rüffer nicht nur das Dienstleistungsangebot seines Unternehmens immer weiter aus, sondern entwickelte die Softwarelösungen für neue technische Einsätze gleich mit und wirkte auch bei der Entwicklung von Hardwarekomponenten mit. Dafür gründete er bis heute drei Schwesterunternehmen, in denen weitere Dienstleistungen gebündelt sind.

2005 bekamen die Hannoveraner Spezialisten mit anderen europäischen Unternehmen von der EU den Forschungsauftrag, für das im Aufbau befindliche europäische GPS-Pendant „Galileo“ die Nutzeranforderungen hinsichtlich der technischen Kompatibilität zu validieren. Kurze Zeit später folgte dann der Auftrag, einen Galileo+GPS-Empfänger mit zu entwickeln.

Bereits 1999 baute Allsat für die Ruhrgas AG ein bundesweit flächendeckendes GNSS-Referenznetz auf, mit dem der Energieversorger das Gas-Leitungsnetz überwachen konnte. Vorher wurde jeder Messpunkt händisch noch einmal überprüft und die Koordinaten bei Bedarf korrigiert. 2008 übernahmen EADS Astrium und Allsat gemeinsam das Netz von e.on und hatten damit eine passgenaue Blaupause zur Echtzeit-Korrektur. Die beiden Partner gründeten gemeinsam die „AXIO-NET GmbH“, die wie alle Allsat-Unternehmensbeteiligungen ihren Firmensitz ebenfalls in Hannover hat.

Das Einsatzgebiet der satellitengestützten Vermessung und Navigation ist schier grenzenlos. Auf der arabischen Halbinsel war Allsat über beinah 20 Jahre wesentlich an der Vermessung der internationalen Staatsgrenzen zwischen Jemen, Saudi-Arabien und Oman beteiligt.

Landwirte und Maschinenhersteller wie John Deere lassen sich von den Hannoveranern ihre GPS gesteuerte Lenkautomaten korrigieren, um eine optimale Ausnutzung der Anbaufläche zu erwirken und zugleich Zeit und Diesel zu sparen.

In Norddeutschland haben die Allsat-Ingenieure ihre Antennen erst jüngst auf einer 133 Meter langen Luxusyacht installiert. Mit Hilfe eines GNSS-Systems manövrierten sie die knapp 22 Meter breite „Al Mirqab“ durch ein nur wenige Zentimeter breiteres Sperrwerk. Und vor Gibraltar halfen sie bei der Bergung eines havarieren Massengutfrachters.

Auch kleinste Erdverschiebungen können mit Hilfe von GNSS-Systemen verlässlich überwacht werden. Das Thema Geo-Monitoring besitzt seit dem Erdrutsch in Sachsen-Anhalt, bei dem Mitte Juli 2009 Häuser im Tagebau versanken, eine fortwährend aktuelle Brisanz. „Stillgelegte Abbauflächen gibt es weltweit zuhauf. Und die Gefahr, dass die Erde in Bewegung kommt, ist nicht auszuschließen“, sagt Rüffer.


Quelle: Text-Büro / pressbot.net

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Schlagworte zu dieser Pressemeldung

Allsat , GPS , Fehmarnbelt-Querung , satellitengestützte Vermessung , GNSS
Axio-Net


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