pressbot Pressemeldungen Marketing & PR-Blog IKZ Haustechnik nav

Pressemeldung von pressrelations.de

Krise am Bau verantwortlich für hohe Beiträge zur Berufsgenossenschaft

Krise Bau Beiträge Berufsgenossenschaft




Die anhaltende Krise im Baugewerbe wirkt sich erheblich auf die gesetzliche Unfallversicherung aus. Darauf weist der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) zum heutigen "Tag der Bauwirtschaft" hin. Diese Schwierigkeiten zeigen sich schon in der sinkenden Versichertenzahl. So hat bei den Berufsgenossenschaften der Bauwirtschaft die Zahl der Unternehmen mit mehr als 20 Vollarbeitern zwischen 1995 und 2001 um ungefähr ein Drittel abgenommen. Laut Statistischem Bundesamt sank die Zahl der Erwerbstätigen im Baugewerbe von 2,89 Millionen im Jahr 1995 auf 1,88 Millionen in 2003.

"Die Belastungen aus vergangenen Jahrzehnten verteilen sich in der Baubranche auf immer weniger Schultern - mit der Folge, dass trotz erfolgreichem Arbeitsschutz und sinkender Unfallzahlen die Beiträge hoch bleiben", sagte HVBG-Geschäftsführer Dr. Joachim Breuer heute anlässlich einer Veranstaltung im nordrhein-westfälischen Landtag. Zwar nehme auch im Baugewerbe die Zahl der Unfälle und Berufskrankheiten dank der Prävention der Unternehmer weiter ab, "die Altbestandsrenten aus früheren Jahrzehnten belasten die Bilanz aber immer noch sehr."

Nur etwa 3 Prozent des gesamten Rentenbestandes aus Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sind jährliche Neufälle - 97 Prozent sind laufende Renten aus früheren, beschäftigungsintensiveren Zeiten. "Die Krise am Bau hat die Einsparungen durch Präventionserfolge zunichte gemacht", so Breuer weiter. Entsprechend liegt der durchschnittliche Beitragssatz im Baugewerbe aktuell bei 4,04 Prozent, während der Gesamtbeitragssatz der Berufsgenossenschaften 1,33 Prozent beträgt. Hätte die Beschäftigtenzahl sich seit 1995 nicht verändert, hätte HVBG-Berechnungen zufolge der durchschnittliche Beitragssatz der Bau-Berufsgenossenschaften 2004 um rund ein Viertel niedriger gelegen, selbst wenn die Unfallquote nicht zurückgegangen wäre. Die gleiche Rechnung ergibt für den Zeitraum von 2000 bis 2003 immer noch einen um fast ein Fünftel niedrigeren Beitragssatz.

Um die Belastung der Unternehmen möglichst gering zu halten, haben die Berufsgenossenschaften bereits mehrere Maßnahmen ergriffen. So haben zum 1. Mai 2005 die ursprünglich acht Berufsgenossenschaften der Bauwirtschaft zu einer BG Bau fusioniert. Gleichzeitig ermöglicht der solidarische Lastenausgleich der Berufsgenossenschaften, die Belastung der Bau-Unternehmen durch Rentenaltlasten besser zu verteilen. "Dies zeigt, dass die gesetzliche Unfallversicherung eigenständige Lösungen entwickeln kann und diese auch in die Tat umsetzt", sagte Dr. Joachim Breuer.

Hintergrund

Die Berufsgenossenschaften sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für die Beschäftigten in der gewerblichen Wirtschaft. Die Beiträge zur Berufsgenossenschaft richten sich nach der Summe des gezahlten Lohnes und werden - im Gegensatz zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung - ausschließlich von den Arbeitgebern erbracht. Der durchschnittliche Beitragssatz zu den gewerblichen Berufsgenossenschaften bleibt seit Jahren stabil und betrug 2004 1,33 Prozent. Das Umlagesoll - also die Gesamtheit aller gezahlten Beiträge - war gegenüber dem Vorjahr sogar um 151 Millionen Euro oder 1,7 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro zurückgegangen und hatte sich damit schneller verringert als die Gesamtsumme des beitragspflichtigen Entgelts (Rückgang um 0,4 Prozent auf knapp 670 Milliarden Euro). Gleichwohl profitieren nicht alle Branchen von dieser Entwicklung. So bleiben die Beitragssätze in Branchen hoch, die vom Strukturwandel besonders hart betroffen sind, da sich hier die Zahl der Beitragszahler und die Summe der gezahlten Löhne schnell vermindert. Die Folge: Eine abnehmende Zahl von Unternehmen muss die Altlasten aus bereits bestehenden Renten tragen. Diese Altbestandsrenten verringern sich dagegen nur langsam.

Das Bild zum Text können Sie über den Webcode abrufen.

 

Ansprechpartnerin:Dr. Dagmar SchittlyPressesprecherinTel.: 030 28876362Fax: 030 28876370 E-Mail: dagmar.schittlyhvbg.de

 

Herausgeber:Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG)Alte Heerstraße 11153754 Sankt AugustinTel.: (02241) 2 31 - 22 22Fax: (02241) 2 31 - 13 91E-Mail: pressehvbg.de Internet: Infoline: Allgemeine Informationen zu Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und Berufsgenossenschaften unterTelefon: 01805 / 188088 (12 Cent/Minute) und per E-Mail unter bg-infolinevbg.de Impressum:

 

 



Quelle: HAUPTVERBAND DER GEWERBLICHEN BERUFSGENOSSENSCHAFTEN (HVBG) / pressrelations.de

Details zur verantwortlichen Redaktion:

Firma: pressrelations.de
Ansprechpartner: pressrelations.de


Zur Redaktions-Visitenkarte



Schlagworte zu dieser Pressemeldung



Ähnliche Pressemeldungen

Krise am Bau verantwortlich für hohe Beiträge zur Berufsgenossenschaft

Die anhaltende Krise im Baugewerbe wirkt sich erheblich auf die gesetzliche Unfallversicherung aus. Darauf weist der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) zum heutigen "Tag der Bauwirtschaft" hin. Diese Schwierigkeiten zeigen ...
Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften: Arbeitsschutzmaßnahmen gegen Vogelgrippe

Nach den bisherigen Erkenntnissen kann davon ausgegangen werden, dass bei einem möglichen Ausbruch der Vogelgrippe in der Geflügelhaltung keine direkte Infektionsgefahr für den Menschen besteht, wenn entsprechende Hygiene- und Arbeitsschutzmaßnahmen ...
Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen und See-BG fusionieren

Hamburg. - Die Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen und die See-Berufsgenossenschaft schließen sich zusammen und gründen die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr). Die Fusion soll zum 1. Januar 2010 umgesetzt werden. ...
Sparen mit HP: Preisnachlass auf drei Notebooks

HP setzt seine Preisoffensive in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) fort: Drei Modelle aus dem aktuellen HP Business Notebook Portfolio sind ab sofort mit einem Preisnachlass von bis zu 25 Prozent erhältlich. Sie können über HP ...
Berufsgenossenschaften begrüßen Koalitionsgespräche zur Reform der gesetzlichen Unfallversicherung

Organisation durch Fusionen in 2005 bereits erheblich gestrafft(04.11.2005) Die Berufsgenossenschaften unterstützen das im Rahmen der Koalitionsgespräche von Union und SPD vereinbarte Ziel, die gesetzliche Unfallversicherung zukunftssicher ...

Es gibt keine Downloads für diese Pressemeldung.

Medienclipping & Statistiken zur Meldung 'Krise am Bau verantwortlich für hohe Beiträge zur Berufsgenossenschaft' (Stand 01.01.2019


Insgesammt wurden alle 67819 Pressetexte 114092424 Mal bei pressbot und ggf. weiteren Seiten (z.B. energieportal24.de) aufgerufen. Die Pressemeldung Krise am Bau verantwortlich für hohe Beiträge zur Berufsgenossenschaft wurde bisher 19740 Mal aufgerufen. Genutzte Kategorien sind "Bauen und Wohnen", "Bildung und Kultur", "Energie und Umwelt", "Energy and Environment", "Industrie und Handel", "Informationstechnologie", "Medien und PR", "Mensch und Gesundheit", "Politik und Gesellschaft", "Reisen", "Sport und Freizeit", "Telekommunikation", "Verkehr und Logistik", "Verschiedenes" und "Wirtschaft und Finanzen". Die aktuellste Meldung wurde am 10.10.2012 - 10:07 Uhr eingestellt.



Weitere Quelle im Web zur Meldung 'Krise am Bau verantwortlich für hohe Beiträge zur Berufsgenossenschaft'


Die Meldung tauchte ausserdem auf folgenden Medienblogs, Verzeichnissen, Newsdiensten, Pressediensten auf:
Weitere Infos folgen...



Reichweite der Meldung 'Krise am Bau verantwortlich für hohe Beiträge zur Berufsgenossenschaft'


Weitere Infos folgen...

Diese Funktion folgt demnächst. Wir bitten um Verständnis.