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[IGM] IG Metall fordert fünf Prozent, Qualifizierung und Innovation

[IGM] IG Metall Prozent, Qualifizierung Innovation


IG Metall fordert fünf Prozent, Qualifizierung und Innovation 20. Januar 2006
Nr. 3/2006


IG Metall fordert fünf Prozent, Qualifizierung und Innovation

Frankfurt/Main - Die IG Metall fordert für die rund 3,4 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie eine Erhöhung der Entgelte und der Ausbildungsvergütungen in Höhe von fünf Prozent. Darüber hinaus fordert die IG Metall den Abschluss eines Tarifvertrags zur Qualifizierung und Innovation (Q+I). Dieser soll die Unternehmen stärker zur systematischen Qualifizierung aller Beschäftigten und zu Innovationen bei Produkten und Prozessen verpflichten. Außerdem will die IG Metall den Abschluss eines Tarifvertrags für vermögenswirksame Leistungen erreichen. Für Nordwürttemberg-Nordbaden soll darüber hinaus der Tarifvertrag zur Fortführung von Bestimmungen des Lohnrahmentarifvertrags II, der Erholungszeiten für Bandarbeiter regelt, wieder Gültigkeit erhalten. Wie die IG Metall am Freitag in Frankfurt mitteilte, soll die Laufzeit der Entgelttarifverträge zwölf Monate betragen.

"Unsere Forderungen sind bezahlbar. Sie entsprechen der Leistungsfähigkeit der deutschen Metall- und Elektroindustrie," sagte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, nach den Beratungen des Vorstandes. Seit Jahren seien Lohnquote und Lohnstückkosten in der Metall- und Elektroindustrie rückläufig. Der Lohnanteil am Umsatz betrage in der Metall- und Elektroindustrie derzeit 17,4 Prozent. "Gemessen am Umsatz haben die Arbeitgeber noch nie so wenig für Löhne und Gehälter ausgegeben wie heute", sagte Peters. Eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um fünf Prozent bedeute eine Kostenbelastung für die Unternehmen von nur 0,88 Prozent. "Es ist deshalb nicht nur heuchlerisch, sondern peinlich, wenn die Arbeitgeber auch in dieser Tarifrunde das Klagelied über die hohen Lohnkosten anstimmen."

Als Thema, das die gesamte IG Metall angehe, bezeichnete Peters die Fortführung und Übertragung des Lohnrahmentarifvertrages II im Tarifgebiet Baden-Württemberg. Der Tarifvertrag, der von den Arbeitgebern in einem Willkürakt gekündigt worden sei, sichere den Beschäftigten am Fließband und in Taktarbeit Erholzeiten und die Mitbestimmung bei der Personalbesetzung. "Einen Tarifabschluss ohne den Lohnrahmen II wird es mit der IG Metall nicht geben".

Der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, unterstrich die verbesserte Ertrags-situation in der Metallwirtschaft. 2006 werde die Metallindustrie bei einer Produktivitätssteigerung von etwa fünf Prozent und erhöhten Absatzpreisen von rund einem Prozent glänzende Ertragsaussichten haben. "Gesamtmetall hat keinerlei Veranlassung, die Forderung unter Verweis auf notleidende Unternehmen in der Branche als zu hoch zu bezeichnen", sagte Huber. Den Betrieben, denen es wirtschaftlich schlecht gehe, sei mit dem Pforzheimer Abkommen die Möglichkeit zur Entlastung gegeben. "Und wir wenden diese Regelung auch an. Seit Anfang 2004 in fast 600 Fällen".

Huber unterstrich zudem die Bedeutung der qualitativen Bestandteile für die bevorstehende Tarifrunde: "Zukunftsfähige Konzepte basieren nicht auf einer kurzfristigen shareholder-value Politik. Sie benötigen Investitionen in Forschung und Entwicklung, in optimierte Arbeitsprozesse und in Qualifizierung." Die Praxis sehe dagegen in vielen Betrieben anders aus. Die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung sei rückläufig. Im Jahr 2003 lag sie bei 26 Prozent, 1997 noch bei 30 Prozent. Ähnliche Defizite zeigten sich auch in Fragen der Innovation. So seien die Investitionen aller deutschen Unternehmen im Jahr 2004 zum vierten Mal in Folge rückläufig und auf dem tiefsten Stand seit 1992. "Das ist grob fahrlässig", sagte Huber.

Den Abschluss eines Tarifvertrages für vermögenswirksame Leistungen habe die IG Metall bereits Anfang 2005 gefordert und Gesamtmetall ein Reformkonzept vorgelegt, sagte Huber. Verhandlungen darüber habe sich Gesamtmetall bislang verweigert. Der Tarifvertrag befinde sich seit 1. Februar 2005 in der Nachwirkung und solle erst einmal wieder in Kraft gesetzt werden. "Das ist kostenneutral", sagte Huber. Zugleich wolle die IG Metall eine Verhandlungsverpflichtung für die verbindliche Verwendung der vermögenswirksamen Leistungen auch zur betrieblichen Altersvorsorge erzielen.

Die Tarifverträge für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie laufen am 28. Februar aus. Die Friedenspflicht endet zum 28. März. Die ersten Verhandlungen beginnen am 8. Februar in der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland).



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