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Equal Pay Day 2011: Frauen in Hessen fordern Lohngerechtigkeit- Mit Lohnlücke von 23,2 Prozent ist Deutschland Schlusslicht in Europa

Equal Pay Day 2011: Frauen Hessen Lohngerechtigkeit- Mit Lohnlücke 23,2 Prozent Deutschland Schlusslicht Europa



Staatssekretärin Petra Müller-Klepper: Chancengleichheit von Männern und Frauen muss sich auch in der Bezahlung widerspiegeln

Wiesbaden. Mit dem Equal Pay Day wird morgen bundesweit und auch in Hessen auf die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern aufmerksam gemacht. Frauen verdienen im Durchschnitt 23,2 Prozent weniger als Männer. Damit gehört Deutschland zu den Schlusslichtern in Europa. Diese Lohnlücke muss geschlossen werden, forderte Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, heute in Wiesbaden.

Die Staatssekretärin rief zu einem gemeinsamen Vorgehen von Sozialpartnern, Politik und gesellschaftlichen Kräften auf, um die rechtlich verankerte Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen künftig endlich in die Tat umzusetzen. Es besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf. So sei auch die europaweite Lohnlücke zwischen Frauen und Männern im Durchschnitt wieder von 15 auf 18 Prozent gestiegen.

In nahezu allen Berufen und auf allen Qualifikationsstufen würden Frauen schlechter bezahlt als Männer, betonte Müller-Klepper. Die Bewertung von Arbeit müsse sich an der Leistung und nicht am Geschlecht orientieren. Der Grundsatz des gleichen Entgelts von Männern und Frauen sei schon seit Jahrzehnten rechtlich verankert und endlich in die Tat umzusetzen. Chancengleichheit muss sich auch in der Bezahlung widerspiegeln, unterstrich die Staatssekretärin.

Die Gründe für die Lohnlücke seien vielfältig. Frauen übernehmen immer noch mehrheitlich die unbezahlte Arbeit in der Familie und sind dadurch häufiger teilzeitbeschäftigt als Männer. Durchschnittlich werden jedoch Teilzeitstellen, bezogen auf den Bruttostundenlohn, 19 Prozent schlechter bezahlt als Vollzeit-Arbeitsplätze, erläuterte Petra Müller-Klepper. Fehlende Aufstiegschancen und der immer noch aktuelle Trend der geschlechtstypischen Berufswahl seien weitere Faktoren. Immerhin die Hälfte aller jungen Frauen entscheidet sich nach wie vor für die fünf klassischen, und vergleichsweise schlecht bezahlten, Frauenberufe: Bürofachkraft, Arzthelferin, Friseurin, Verkäuferin und Kauffrau, so die Staatssekretärin. Besonders ungerecht sei es jedoch, wenn bei gleicher Qualifikation und gleichen Rahmenbedingungen Frauen für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt würden als ihre männlichen Kollegen.

Um diesen Ungleichheiten entgegen zu wirken fordere ich die hessischen Unternehmen auf, den Lohntest Logib-D zu nutzen. Er wurde speziell dafür entwickelt, verdeckte Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern zu identifizieren, sagte Petra Müller-Klepper. Für die Landesregierung sei die Bekämpfung der Entgeltungleichheit ein Schwerpunktthema im Rahmen ihrer Aktivitäten, Frauen bessere Beschäftigungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen im Erwerbsleben ist nicht nur ein Gebot der Gerechtigkeit, sondern auch der wirtschaftlichen Vernunft. Es wird umfassend in die Bildung und Ausbildung von Frauen investiert, anschließend dieses Potenzial aber nicht ausreichend genutzt. Indikatoren hierfür seien die bestehende Lohnlücke und der Mangel an Frauen in Führungspositionen. Nur 27 Prozent der Spitzenpositionen der Wirtschaft seien mit Frauen besetzt. Der Frauenanteil in Aufsichtsräten betrage nur zirka zwölf Prozent, in den Vorständen der 200 größten Unternehmen seien es etwa drei Prozent.

Der Equal Pay Day wurde erstmals 2008 vom Verein Business and Professional Women - Germany (BPW) in Frankfurt initiiert. Er wirbt bundesweit für Lohngerechtigkeit und macht auf den ungerechten Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen aufmerksam.


Pressestelle: Hessisches Sozialministerium
Pressesprecherin: Susanne Andriessens, Dostojewskistr. 4, D-65187 Wiesbaden
Telefon: (0611) 817 34 08, Fax: (0611) 89 0 84 - 666
E-Mail: pressehsm.hessen.de

Wiesbaden - Veröffentlicht von pressrelations

Quelle: Hessisches Sozialministerium / pressrelations.de

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