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[SPD-BT] Mehr beruflich Qualifizierte an die Hochschulen - Vergleichbare Rahmenbedingungen schaffen

[SPD-BT] Mehr Qualifizierte Hochschulen - Vergleichbare Rahmenbedingungen


Mehr beruflich Qualifizierte an die Hochschulen - Vergleichbare Rahmenbedingungen schaffen 03. Februar 2006 - 83

AG Bildung und Forschung

Mehr beruflich Qualifizierte an die Hochschulen - Vergleichbare
Rahmenbedingungen schaffen

Zu den abweichenden Regelungen in den Laendern bezueglich des
Hochschulzugangs fuer beruflich Qualifizierte erklaeren der
zustaendige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion, Willi
Brase, und der stellvertretende bildungspolitische Sprecher der
SPD-Bundestagsfraktion, Ernst-Dieter Rossmann:

Der Zugang von beruflich hoch qualifizierten Menschen zum
Hochschulstudium ist in Deutschland nach wie vor der
Ausnahmefall. Die bildungspolitisch immer wieder zurecht
geforderte staerkere Durchlaessigkeit zwischen beruflicher
Bildung und Hochschulbildung ist noch in weiter Ferne. Zudem
sind die Moeglichkeiten eines Studiums ohne Abitur in den
einzelnen Bundeslaendern sehr unterschiedlich geregelt. Nach wie
vor haengt der Zugang von beruflich qualifizierten jungen
Menschen zu den Fachhochschulen und Universitaeten stark davon
ab, in welchem Bundesland sie leben. Von einer tatsaechlichen
Vergleichbarkeit der Lebensbedingungen kann fuer diese sehr
engagierten jungen Menschen nicht die Rede sein.

Die Bildungspolitiker der SPD-Bundestagsfraktion haben daher auf
ihrer juengsten Klausurtagung beschlossen, die Frage der
Durchlaessigkeit zwischen beruflicher Bildung und
Hochschulbildung zu einem Schwerpunkt der Arbeit in der
kommenden Legislaturperiode zu machen. Die Anstrengungen sind
angesichts der ernuechternden Zahlen auch noetig: Im
Wintersemester 2004/2005 war der Anteil beruflich Qualifizierter
ohne Abitur unter allen Studierenden im ersten Semester
bundesweit nur 0,5 Prozent. Die hoechste Beteiligung beruflich
Qualifizierter an den Studenten allgemein ist in den
Bundeslaendern Hamburg (rund 3,5 Prozent), Berlin (rund 1,5
Prozent), Niedersachsen (rund 1,2 Prozent) und Brandenburg (rund
1,18 Prozent) zu verzeichnen. Auch Rheinland-Pfalz liegt mit
einer Quote von rund 0,9 Prozent noch deutlich ueber dem
Bundesdurchschnitt. Nach dem Hochschulrahmengesetz bestimmen die
Laender die Zugangsvoraussetzungen. Ein guter Abschluss in der
Berufsausbildung, mehrjaehrige Berufspraxis, eine bestandene
Meisterpruefung oder andere Weiterbildungsmassnahmen, ein
Mindestalter, ein Probestudium oder Eingangspruefungen, das ist
die breite Palette der Voraussetzungen, die von Land zu Land
sehr variieren. Bayern, wo der Hochschulzugang oftmals nur nach
einem Meisterabschluss mit der Note 2 moeglich ist, liegt zum
Beispiel mit unter 0,5 Prozent an drittletzter Stelle bei der
Beteiligung beruflich Qualifizierter an den Studenten. Aehnlich
abgeschlagen findet sich Baden-Wuerttemberg an fuenftletzter
Stelle wieder. Diese sehr heterogene Umsetzung in den einzelnen
Bundeslaendern ist im Sinne des Gleichbehandlungsgrundsatzes
unbedingt verbesserungswuerdig.

Die Bildungspolitiker der SPD-Bundestagsfraktion sehen gute
Chancen fuer die Erleichterung des Zugangs Berufstaetiger ohne
Abitur zu den Hochschulen, denn fuer dieses Anliegen gibt es
viele Verbuendete: Das Vorhaben ist im Koalitionsvertrag mit der
CDU/CSU fest vereinbart, die Gewerkschaften unterstuetzen diese
Initiative und auch fuer die Wirtschaft und die
Arbeitgeberverbaende waere eine hoehere Durchlaessigkeit
zwischen beruflicher Bildung und den Hochschulen ein
Riesengewinn. Angesichts der niedrigen Akademikerquoten in
Deutschland koennten dadurch Nachwuchsprobleme vermieden sowie
gute und talentierte Fachkraefte weiter gefoerdert werden.

Jetzt gilt es, gemeinsam mit den Laendern und den Verbaenden
Loesungen zu entwickeln, wie hier die Voraussetzungen verbessert
werden koennen. Gebraucht werden klare und bundesweit
einheitliche Rahmenbedingungen fuer den Zugang beruflich
Qualifizierter zu den Hochschulen.

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