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NaturFreunde: Was passiert am AKW Fort Calhoun?

NaturFreunde: Was AKW Fort Calhoun?



Hat US-Präsident Obama eine Nachrichtensperre verhängt?

Berlin, 23. Juni 2011 – Mit dem Hochwasser im US-Bundesstaat Nebraska steigt auch die atomare Gefährdungslage, denn auch zwei am Missouri gelegene AKW werden von den Fluten bedroht. Doch Informationen darüber gibt es kaum, kritisiert der Bundesvorsitzende der NaturFreunde Deutschlands und ehemalige Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller:

Am Ufer des Missouri steht der alte Druckwasserreaktor Fort Calhoun. Dieser seit 1973 aktive Meiler ist nicht ausreichend gegen Überschwemmungen geschützt, wie zuletzt im Jahr 2010 festgestellt wurde. Doch das AKW Calhoun ist schon jetzt rundum von Wasser umgeben, der Missouri führt seit Wochen Hochwasser. Zwar ist das Atomkraftwerk bereits seit April wegen einer Überprüfung abgeschaltet. Doch schon jetzt steht das Wasser bereits 50 cm höher als der Boden des AKW.

Zudem ist 110 Kilometer südlich der Stadt Omaha ein zweites AKW von Hochwasser bedroht: die 1974 in Betrieb gegangene Cooper Nuclear Station. Das AKW Cooper läuft aber voll weiter, Tausende Sandsäcke sollen es gegen das Wasser schützen.


Jegliche Transparenz fehlt

US-Präsident Barack Obama erklärte den Bundesstaat bereits zum Notstandsgebiet. Zudem hat die US-Luftfahrtbehörde ein Überflugverbot in einem Zwei-Meilen-Radius um die beiden Atomkraftwerke verhängt. Doch es fehlt jegliche Transparenz über das, was dort passiert. Die großen Nachrichtenagenturen der USA berichten kaum über die Vorgänge. Es macht den Eindruck, als gäbe es eine Nachrichtensperre.

Im AKW Calhoun gab es bereits ein Feuer im Schaltraum. In der Folge wurde die Kühlung der Brennstäbe für 90 Minuten unterbrochen, Pumpen versagten. Letzte Woche meldete die amerikanische Aufsichtsbehörde NRC ein neues ungewöhnliches Ereignis: Von einem Loch im Boden des AKW war die Rede.

Offenkundig sind auch in den USA Aufsichtsbehörden, Politik und Atomkraftbetreiber eng miteinander verflochten. Jedenfalls gibt es keine ausreichenden Informationen und das Misstrauen wird größer.

Die NaturFreunde Deutschlands fordern die Bundesregierung auf, jetzt Klarheit über das atomare Gefährdungspotenzial in Nebraska zu schaffen. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) sollte nicht nur in Japan aktiv sein, sondern auch einen Bericht über die beiden AKW in Nebraska vorlegen. Dabei muss geprüft werden, wie sicher diese Altkraftwerke sind. Aufgrund der Aussagen der Betreiber, dass die beiden AKW nur unzureichend gegen Hochwasser geschützt sind, müssen sie abgeschaltet werden.


Quelle: NaturFreunde Berlin / pressbot.net

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