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National Geographic Deutschland und Bayer legen Forschungsfonds auf: Innovative Ideen zum Schutz des Trinkwassers

National Geographic Deutschland Bayer Forschungsfonds Innovative Ideen Schutz Trinkwassers




Fördergelder in Höhe von 250.000 Euro / Einzigartige Gründungsidee der NATIONAL GEOGRAPHIC Society kommt nach Deutschland / Bundesministerium für Bildung und Forschung begrüßt die Initiative

Hamburg/Leverkusen, 13. Juni 2005 - National Geographic Deutschland und die Bayer AG wollen gemeinsam neue Forschungen zum Schutz des Trinkwassers vorantreiben und stellen dafür insgesamt 250.000 Euro in einem Förderprogramm zur Verfügung. Die beiden Unternehmen unterstützen im Rahmen des "National Geographic Global Exploration Fund" wissenschaftliche Arbeiten, die die weltweite Erschließung, Verteilung und den schonenden Umgang mit Wasser erforschen. Der Mangel an Süßwasser gilt heute als das größte globale Problem der Menschheit. Derzeit leben bereits mehr als eine Milliarde Menschen ohne sauberes Trinkwasser - Tendenz: steigend. Der jetzt aufgelegte Förderungsfonds richtet sich speziell an Wissenschaftler im deutschsprachigen Raum. Eine hochrangig besetzte internationale Wissenschafts-Kommission wird die Förderprojekte auswählen.

"Mit dem Global Exploration Fund holen wir die Idee der National Geographic Society nach Deutschland", sagt Klaus Liedtke, Chefredakteur von National Geographic Deutschland. Denn National Geographic geht mit diesem Projekt erstmals eine themenbezogene Forschungskooperation mit einem anderen Unternehmen außerhalb der USA ein. Die amerikanische Muttergesellschaft ist die größte gemeinnützige Wissenschaftsorganisation der Welt. Seit ihrer Gründung 1888 hat sie weltweit knapp 8.000 Projekte zur Erforschung und zum Schutz des Lebensraums auf der Erde gefördert. Darunter die Arbeiten von Jane Goodall und Dian Fossey zum Schutz der Schimpansen und Gorillas in Afrika, die Unterwasserforschungen von Jacques-Yves Cousteau und die Bemühungen Michael Fays, große Teile Gabuns zum Naturschutzgebiet zu erklären. "Gemeinsam mit unserem Partner Bayer möchten wir jetzt gezielt deutschen Wissenschaftlern die Möglichkeit bieten, im Namen von National Geographic zu forschen und sich in das Who-is-Who der internationalen Forschung einzureihen", so Liedtke weiter.

Die Bayer AG engagiert sich seit vielen Jahren für den schonenden Umgang mit Wasser. "Nachhaltiges Wirtschaften gehört zu den integralen Bestandteilen unserer Unternehmenspolitik", sagt Dr. Udo Oels, Vorstandsmitglied der Bayer AG und verantwortlich für die Bereiche Innovation, Technologie und Umweltschutz. So habe Bayer u. a. durch moderne Produktionsverfahren den Wasserverbrauch in seinen Werken weltweit drastisch reduziert, zahlreiche Produkte zur Wasseraufbereitung entwickelt und arbeitet an der Entwicklung von Nutzpflanzen, die auch in Gebieten extremer Dürre ohne großen Wasserbedarf gedeihen. "Die Kooperation mit National Geographic ist eine Synthese zwischen Innovation und gesellschaftlichem Engagement", erklärt Oels. "Denn als traditionsreiches Forschungsunternehmen investieren wir nicht nur in die eigene Forschung, sondern fördern auch seit vielen Jahren innovative Projekte in weiten Teilen der Welt. Wasser ist die kostbarste Ressource der Menschheit - entsprechend verantwortungsbewusst gehen wir in unseren Produktion damit um und möchten nun zudem Forschungsaktivitäten anregen, die sich mit der Sicherung bzw. Aufbereitung der Wasserreserven beschäftigen. Das ist ein wichtiger Beitrag der Forschung für die Zukunft der Menschheit."

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) begrüßt das Engagement von National Geographic und Bayer: "Das BMBF fördert mit der deutschen Wirtschaft zahlreiche Projekte auf dem Gebiet der nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasserressourcen", sagt Wolf-Michael Catenhusen, Staatssekretär für Bildung und Forschung. "Es freut uns sehr, dass National Geographic und Bayer mit dem neuen Förderprogramm für die Ressource Süßwasser aktiv werden und vor allem deutsche Wissenschafter anregen möchten, innovative Ideen für sauberes Trinkwasser zu entwickeln."

Die Deckung des ständig steigenden Wasserbedarfs weltweit gehört zu den großen Herausforderungen der Zukunft. Fast 97 Prozent des Wassers befinden sich in den Meeren, zwei Prozent sind zu Eis gefroren. Nur knapp ein Prozent steht den Menschen zum Trinken, Bewässern und für die Industrie zur Verfügung. Wenn die Weltbevölkerung weiterhin so schnell wächst, kann der Bedarf an sauberem Wasser immer weniger gedeckt werden. Die Vereinten Nationen prognostizieren, dass in 20 Jahren bis zu 3,4 Milliarden Menschen in Ländern leben werden, in denen Wasserknappheit herrscht. Dem will die Weltorganisation entgegen wirken. Daher haben die Vereinten Nationen die weltweite Versorgung der Menschen mit Trinkwasser zu einem der wichtigsten globalen Entwicklungsziele erklärt und zu Beginn dieses Jahres eine "Wasserdekade" ausgerufen: Bis 2015 soll die Zahl jener Menschen halbiert werden, die noch ohne Versorgung mit sauberem Trinkwasser sind - derzeit 1,3 Milliarden.

Deshalb ist Forschung auf diesem Gebiet notwendiger denn je. National Geographic und Bayer stellen eine Viertelmillion Euro für die Forscher bereit, die Lösungsansätze in Angriff nehmen wollen. Forschungsthemen können sein, neue Süßwasservorkommen zu finden und zu erschließen, das Wasser aufzubereiten, seine Qualität zu überwachen und effizient zu verteilen, aber auch den Wandel der globalen Süßwasserkreisläufe und ihre Folgen für die Vegetationszonen zu analysieren. Angesprochen sind neben Naturwissenschaftlern auch Geisteswissenschafter und Ingenieure aus dem deutschsprachigen Raum sowie internationale Wissenschaftler mit Projekten im deutschen Sprachraum.

Der weltweit renommierte Bremer Geowissenschaftler und Meeresgeologe Professor Gerold Wefer nimmt die Bewerbungen bis zum 15. September entgegen und trifft gemeinsam mit den beiden Fonds-Initiatoren eine Vorauswahl der zu unterstützenden Projekte. Anschließend wird eine aus namhaften Wissenschaftlern in den USA zusammengesetzte Kommission zusammen mit Professor Wefer über die endgültige Vergabe der Fördergelder entscheiden. Informationen zur Bewerbung und die Anträge für die Forschungsgelder gibt´s im Internet unter der Adresse .

Die Pressemitteilung erreichen Sie über folgenden Link: ;id=2005-0334

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