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Meereserwärmung macht den Bodentieren in der Ostsee zu schaffen

Meereserwärmung Bodentieren Ostsee




Der neue "Zustandsbericht Meeresumwelt 1999-2002 für Nord- und Ostsee" wurde dieser Tage durch die "Arbeitsgemeinschaft Bund-Länder-Messprogramm Nord- und Ostsee" (ARGE BLMP) des Bundes und der Küstenländer unter dem Vorsitz des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns veröffentlicht. In dem Zustandsbericht tragen die beauftragten Meereswissenschaftler ihren gesamten Kenntnisstand der physikalischen, chemischen und biologischen Gewässerüberwachung in Nord- und Ostsee zusammen und stellen die aktuellen Trends dar.

Dem Meeresbericht zur Folge macht die seit dem Jahre 2001 ununterbrochen vorliegende extreme Warmphase mit milden Wintern, warmen Sommern und verspäteten Herbstzeiten der Lebewelt in der Ostsee, insbesondere in den tiefen Bereichen der Kieler, Lübecker und Mecklenburger Bucht, stark zu schaffen. Die Verschlechterung der Lebensbedingungen trifft insbesondere die Bodenlebensgemeinschaften (Muscheln, Schnecken, Krebse) unterhalb einer Wassertiefe von 20 Metern. Grund für das vielerorts auftretende Faunensterben ist die mangelhafte Sauerstoffversorgung. Diese wird durch den Temperaturanstieg und den damit verbundenen Effekten, wie z.B. einer schlecht durchmischten Wassersäule und ausgeprägten Algen- und Blaualgenblüten, die beim Absterben den Sauerstoff im Bodenwasser verbrauchen, ausgelöst. Die weiterhin herrschende Überdüngung der Ostsee durch Nährstoffe verstärkt das Algenwachstum und damit den Sauerstoffverbrauch am Boden nochmals.

Während in der Nordsee seit 1990 eine Abnahme der Fischkrankheiten zu verzeichnen ist und diese mit den abnehmenden Schadstofffrachten in den Zuflüssen, z.B. der Elbe, in Zusammenhang gebracht wird, haben Wissenschaftler in den Gewässern um Rügen eine Zunahme von Hautgeschwüren bei Dorschen festgestellt. In der Ostsee wurden noch insbesondere im Mündungsbereich der Oder, im Kleinen Haff und in der Pommerschen Bucht, erhöhte Schwermetallkonzentrationen festgestellt. Aber auch andere Stressfaktoren wie Temperatur, Salzgehalt und Nahrungsmangel können zu einer Schwächung des Immunsystems bei Fischen führen. Einen weiteren Umweltbrennpunkt stellte die Lübecker Bucht dar. Hier wirkten sich sowohl der Sauerstoffmangel im Tiefenwasser als auch Schwermetalleinträge aus der Altlast einer stillgelegten Klappstelle negativ auf das Ökosystem aus.

Der "Zustandsbericht Meeresumwelt 1999-2002 für Nord- und Ostsee" wurde vom Sekretariat des BLMP beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) herausgegeben und kann auf dessen Homepage unter www.bsh.de eingesehen werden. Daten können über die Meeresumweltdatenbank MUDAB beim BSH abgerufen werden.

 

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Quelle: UMWELTMINISTERIUM MECKLENBURG-VORPOMMERN / pressrelations.de

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