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Die Ökostromproduktion, neue Ansätze in Sicht

Die Ökostromproduktion, Ansätze Sicht


Die Idee der Ökostrombörse konnte in Vorarlberg in Form eines Pilotprojekts bereits 401 Ökostromkunden und 169 Ökostromproduzenten (KMUs) mit einer mittleren Jahresproduktion von 86.918.000 KW/h erschließen.
Das von Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbaren Energie Vorarlberg entwickelte Modell wird nun Informationstechnisch von der Fa Telesis umgesetzt.

Die Innovation des Modells besteht in der Börsenfunktionalität. Mit der Ökostrombörse können Einzelpersonen, Unternehmen, Kommunen und Regionen durch eine an ihren Stromverbrauch gekoppelte Mehrzahlung regional tätige Produzenten unterstützen bzw. sich an deren Anlagen beteiligen - ein neuer Markt für Angebot und Nachfrage entsteht. Zusätzlich können Ökostromproduzenten ihr Produkt selbst bewerben und im Sinne der Direktvermarktung unmittelbar davon profitieren.

Ökostrom im Netz ist für den Konsumenten nicht als solcher erkennbar, schon gar nicht von wem der von ihm konsumierte Strom erzeugt wurde (Strom trägt kein Mascherl). Durch die Ökostrombörse wird der Stromverbraucher jedoch in die Lage versetzt, seinen Anteil an verbrauchtem Strom als Ökostrom zu definieren. Zudem kann der Verbraucher bestimmen und buchmäßig nachweisen von welchem Ökostrom-Produzenten er seine Strommenge bezogen haben will. Dies wird dem Verbraucher durch die freiwillige Mehrzahlung für Ökostrom, bezogen auf dessen Verbrauch, in der Ökostrombörse ermöglicht.

So soll es z.B. einem Erzeuger von Produkten möglich sein, nachzuweisen, dass seine eingesetzte Energie aus erneuerbaren Rohstoffen stammt (ein zunehmend wichtiges Marketingargument). Die Bestätigung (Zertifikat) wird für ihn bzw. für seinen potentiellen Kunden via Internet von der Ökostrombörse abrufbar sein.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden bedarf es eines ausgefeilten internetbasierten Instruments mit verwaltungstechnischen Funktionen und Börsenfunktionalität für den virtuellen Strommarkt. Zudem bedarf es einer Reihe von Datenschnittstellen zu den Stromhändlern, die über den Kunden und Lieferantenkontakt sowie über die Mengendaten verfügen.

Die Entwicklung ist so angelegt, dass die Ergebnisse übertragbar und für andere Länder und Sprachen kompatibel sind. Bei der Definition der Anforderung kann auf die Erfahrungen in Vorarlberg zurückgegriffen werden; wobei derzeit keine Internetbasierte, lediglich teilautomatisierte Abrechnung existiert.
Zur Umsetzung des Projektes Ökostrombörse wurde ein Projektkonsortium von sieben Unternehmen gebildet. Das Projekt wird vom Österreichischen Forschungsfond FFG im Rahmen des protec-net-plus Programms finanziell unterstützt.

Ein Blick zurück zur Ausgangslage:
Die Produktion von Ökostrom kann weltweit gegenüber fossiler und atomarer Produktion sowie Großwasserkraftwerke auf Basis der geltenden Marktpreisbildung unter Ausschluss der sozialen und ökologischen Kosten preislich nicht konkurrieren. Die meisten europäischen Staaten sind deshalb dazu übergegangen, gesetzliche Einspeisetarife für die Ökostromproduktion zu garantieren um so die Investition in Anlagen zu forcieren und vereinbarte Quoten erneuerbarer Energien zu erreichen. Wie sich in der Praxis herausstellt, sind die nationalen Förderungen stark fluktuierend und häufig geringer als die Kosten der Ökostromerzeugung. Weiters zeigt sich zunehmend ein ähnliches Symptom wie in der Landwirtschaftsförderung. Die Produzenten verlassen sich auf die Zuzahlungen und erkennen keine Möglichkeit, eigeninitiativ für ihr Produkt bzw. ihre Produktion zu werben und Einfluss auf ihre Wirtschaftlichkeit zu nehmen.

Andererseits ist erkennbar, dass umweltbewusste und auf Nachhaltigkeit orientierte Menschen Strom aus ökologischer Produktion nachfragen. Deshalb haben sich im Zuge der Liberalisierung Unternehmen entwickelt, die Ökostrom als Handelsprodukt liefern bzw. dem Konsumenten garantieren, dass die bezogene Strommenge auch als Ökostrom eingekauft wird. Bekannte Beispiele dafür in Österreich sind das Angebot der ÖkostromAG und der AlpenAdriaAG. Das Angebot dieser Unternehmen hat jedoch kaum Einfluss auf die Steigerung der Attraktivität für die Produktion, da auch diese Unternehmen auf einen möglichst günstigen Einkauf aus sind.
Ganz im Sinne der Direktvermarktung sollte es dem einzelnen Ökostromproduzenten möglich sein, für sein Produkt zu werben. Dies macht jedoch nur dann Sinn, wenn ein direkter Nutzen für den Werbenden und Beworbenen entsteht.
In dem Modell der Ökostrombörse wird dem Konsumenten ermöglicht, seine freiwillige Mehrzahlung für Ökostrom dem Produzenten seiner Wahl zukommen zu lassen. Andererseits macht es auf Grund der Ökostrombörse für den einzelnen Ökostromproduzenten Sinn, Werbung für seine Anlage zu betreiben und Ökostrom-Konsumenten (im Sinne von Ökostromförderern) zu gewinnen.

Das erfolgreich verlaufende Pilotmodell Ökostrombörse Vorarlberg macht dem Projektkonsortium Mut eine Verbreitung ins gesamten Bundesgebiet anzugehen. Sollten Stromhändler und Umwelt weiterer Länder Interesse an dem Modell zeigen, so ist das Konsortium für weitere Kooperationen bereit.

Die Umsetzung des IT- und Dienstleistungsproduktes Ökostrombörse eröffnet den Produzenten von Ökostrom neue Möglichkeiten sich am Markt selbst zu positionieren und daraus finanzielle Vorteile zu erreichen. Andererseits ermöglicht die Ökostrombörse den Stromkonsumenten: a) Einfluss auf den Finanzfluss zu nehmen und b) den Nachweis zu erbringen, dass seine bezogene Strommenge aus Ökostromanlagen stammt (Marketingargument).

Weitere Informationen zur Ökostrombörse finden Sie unter Wikipedia:
und auf der Ökostrombörse-Seite Vorarlberg:
Für weitere Informationen zur Ökostrombörse stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: telesistelesis.at



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