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Hundefutter oft mit Schadstoffen belastet:Enttäuschte Tierpsychologin bringt eigenes Bio-Hundefutter auf den Markt

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Von Alexander Hauk, www.bayernnachrichten.de

München/Berlin/Bad Bevensen/ Hohenheim/Speyer (aha). Wenn Hundehalter über alle Inhaltsstoffe im Futter ihrer Vierbeiner Bescheid wüssten, würden sie einige Futtermittel vielleicht gar nicht mehr kaufen. Die Qualität vieler Produkte sei „problematisch“, sagt zum Beispiel Tierarzt Kai Schäfers aus Bad Bevensen in der Lüneburger Heide. „Weil nicht jede Zutat auf dem Etikett angegeben werden muss, ist unklar, was in dem Futter wirklich steckt.“ So fänden sich in Tiernahrung Stoffe, wie das hochgiftige, aber keinesfalls verbotene Konservierungsmittel Ethoxyquin, berichtet die Zeitschrift „PM Fragen & Antworten“ in ihrer aktuellen Ausgabe (01/2006). Auch so genannte Fleischnebenprodukte, wie Hufe, Federn, Hörner, Blut, Därme oder Geflügelköpfe landen laut „PM Fragen & Antworten“ – natürlich püriert – im Hundenapf. Selbst Spuren von Urin seien nachgewiesen worden. Von Fetten, Bindemitteln und reichlich Zucker im Futter hatte die diplomierte Tierpsychologin (Akademie für Tiernaturheilkunde) Karin Herrmann genug. Zusammen mit ihrem Mann hat die Münchnerin nun ihr eigenes Bio-Futter auf den Markt gebracht: Sortenreines Fleisch von deutschen Bio-Höfen, frei von jeglichen Zusätzen. Biokreis, ein Verband, der sich für ökologischen Landbau und gesunde Ernährung einsetzt, hat die Qualität von „Herrmanns Hundefutter“ kürzlich bestätigt: Sämtliche Produkte dürfen dessen Biokreis-Siegel tragen.

„Frei von Konservierungsstoffen“: Gerne werben Hersteller von Tierfutter mit diesem Satz. Dennoch ist es vollkommen legal, wenn Konservierungsstoffe in dem Produkt enthalten sind. Denn wenn ein Hersteller entsprechend angereicherte Rohstoffe kauft und mit weiteren Zutaten mischt, erlaubt ihm die Lebensmittelkennzeichenverordnung sein Produkt als frei von Konservierungsstoffen zu bezeichnen. In Hunde- und Katzenfutter dürfen die Hersteller außerdem Tiermehl mischen.

Geschmacksverstärker im Hundefutter

Professor Winfried Drochner, der am Institut für Tierernährung der Universität Stuttgart-Hohenheim lehrt, kritisiert die zahlreichen Zusatzstoffe in Futtermitteln. So werde etwa der Geschmacksverstärker Glutamat gezielt eingesetzt, um die Akzeptanz der Hunde zu erhöhen, so Drochner. „Damit legen Hunde – ganz im Sinne des Herstellers – Präferenzen an.“ Dabei gilt Glutamat im Hundefutter als noch relativ unbedenklich. Der Geschmacksverstärker wird auch in vielen Nahrungsmitteln für den Menschen, wie Kartoffelchips, verwendet.

Die zum Teil abstoßenden Inhaltsstoffe in Tiernahrung sind seit langem bekannt. So berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ im Dezember 2000: Sehr viel bleibe heute von einem Schwein oder einem Rind nicht mehr übrig, alles werde verwertet. Weiter heißt es in dem Artikel: „Die Reste wurden geschreddert und vermengt mit Kadavern von frisch geschlüpften männlichen Küken aus den Eierfabriken, von Versuchsratten aus den Labors der Pharmaindustrie sowie Abwässern und stinkender Molke.“

Professor Jürgen Zentek, Veterinärmediziner an der Freien Universität Berlin, hat sich intensiv mit der Qualität von Hundefutter auseinandergesetzt. Sein Urteil: „Je preiswerter das Futter, desto höher ist das Risiko, dass wechselnde Rezepturen oder weniger hochwertige Komponenten verarbeitet werden.“ Gutes Hundefutter hingegen könne den Stoffwechsel des Tieres positiv beeinflussen und die Verdauung verbessern.

Bessere Verdauung

Dass minderwertiges Hundefutter die Verdauung der Vierbeiner beeinträchtigen kann, ist unter Hundezüchtern bekannt: Beatrix Baumann aus Altlußheim bei Speyer (Rheinland-Pfalz) hatte lange mit Durchfall bei ihren acht Hunden zu kämpfen. Über die Ursachen rätselt sie noch heute: „Möglicherweise war Trockenfutter schuld, das häufig Antibiotika und auch Milben enthält.“ Schließlich hat sie mit Herrmanns Hundefutter ihre Tiere aufgezogen und nach eigenen Angaben gute Erfahrungen gemacht.

Fleisch vom Bio-Hof

Die oft fragwürdige Qualität des Hundefutters hat Herrmann veranlasst ihr eigenes Produkt auf den Markt zu bringen. Die ersten 5000 Stück der 800-Gramm-Dosen sind bereits ausgeliefert worden und Herrmann führt die durchweg positive Resonanz vor allem auf die Qualität des Fleisches zurück. „Das Fleisch in den Dosen kommt ausschließlich von ausgewählten Biohöfen aus Deutschland, die mein Mann und ich begutachtet und ausgesucht haben“, sagt sie. Alle ihre Lieferanten tragen das Bio-Siegel und unterliegen der streng kontrollierten EG-Öko-Verordnung 2092/91.

Selbst diese hohen Anforderungen übertrifft Herrmanns Hundefutter und darf deshalb das Biokreis-Siegel tragen. Seit 1979 vergibt der gleichnamige Verband mit Sitz im bayerischen Passau dieses Qualitätssiegel. Inzwischen dürfen mehr als 600 Landwirte und 50 Verarbeitungsbetriebe in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen ihre Produkte mit dem Qualitäts-Siegel kennzeichnen. „Voraussetzung dafür ist, dass alle landwirtschaftlichen Zutaten eines vom Biokreis zertifizierten Produktes von solchen Biohöfen stammen, die ihren gesamten Betrieb nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus bewirtschaften.“, berichtet der Geschäftsführer des Biokreis-Verbandes, Josef Brunnhuber.

Zufriedene Versuchskaninchen

Seit vielen Jahren engagiert sich Herrmann ehrenamtlich für
Tierschutzorganisationen. Mehr als 60 Hunde hat sie bereits zur
Pflege bei sich aufgenommen. Clea (5 Jahre), ihr Rottweiler Podenco,
stammt zum Beispiel aus einem Tierversuchslabor für Kosmetika auf Ibiza. Weil Clea und ihre beiden anderen Hunde, Resy (2) und Cindy (12), das eigens gekochte Hundefutter so gut angenommen hätten, habe sie sich entschlossen, das Futter auch anderen Hundebesitzern anzubieten, erzählt sie. Aber ist es nicht dekadent einem Hund Fleisch in so hoher Qualität zu servieren? Karin Herrmann glaubt dies nicht: „Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt“, zitiert die Hundenärrin Mahatma Gandhi.


Herrmanns Hundefutter wird in sieben verschiedenen Fleischsorten vertrieben. Eine 800-Gramm-Dose Schaf oder Pute kostet 3,35 Euro, Rind 3,05 Euro und Huhn 3,15 Euro. Das Hundefutter ist im ausgesuchten Fachhandel erhältlich, die Bezugsquellen sind zu finden unter www.herrmannshundefutter.com

2004 lebten 5,3 Millionen Hunde in 13,4 Prozent der deutschen Haushalte. Der Umsatz beim Hundefutter betrug 895 Millionen Euro, davon hatten Trocken- und Halbfeuchtfutter mit 342 Millionen Euro den größten Anteil. Bei Nassfutter betrug der Umsatz 315 Millionen Euro, bei Snacks 238 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2003 ist der Umsatz bei Hundefutter damit um 3,6 Prozent gesunken.
Die Anzahl aller Haustiere stieg in Deutschland im Jahr 2004 um 1,3 Prozent auf 23,1 Millionen – Zierfische und Terrarientiere nicht einberechnet. Allerdings hatte das gesunkene Preisniveau einen Rückgang des Marktes um 2,3 Prozent zu Folge. Davon ist insbesondere der Markt für Heimtiernahrung betroffen.
Zwar ist noch keine Statistik für 2005 verfügbar, nach Angaben des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZZV) in Langen (Hessen) seien aber nur „marginale Änderungen“ zu erwarten.

Quelle: bayern-nachrichten.de / pressbot.net

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