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Tragendes Element der Energiewende: Wasserstoff

Tragendes Element Energiewende: Wasserstoff


AD/Duisburg // Am 20.1.2016 tauschten an die 130 Fachkräfte aus der Energiewirtschaft, Politik, Wissenschaft und -Unternehmen ihre Ideen und Vorstellungen zum Thema „THINK BIG: Wasserstoff für die Energiewirtschaft“ im TecTower Duisburg aus. Die aktuellen Klimadaten, die von dem Meteorologen und Moderator Sven Plöger in seiner Einleitung dargelegt wurden, ließen keinen anderen Schluss zu, als dass es Zeit sei zu handeln. Daher war der Auftakt des Förderprogramms HydrogenHyWay.NRW, der von Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) offiziell verkündet wurde, der richtige Einstieg in den Workshop.

„Die Nutzung von Wasserstoff in NRW spielt in industriellen Prozessen seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle. Wir sind also auch sehr gut aufgestellt für den Einsatz von elektrolytisch erzeugtem Wasserstoff als Speichermedium für Strom aus erneuerbaren Energien. Mit dem Wettbewerb HydrogenHyWay.NRW unterstützt die Landesregierung nun die nordrhein-westfälische Wirtschaft im Verbund mit der Wissenschaft dabei, klima- und umweltschonende Innovationen und Lösungen weiter zu entwickeln und Marktvorteile zu erschließen und auszubauen“, argumentiert Klimaschutzminister Remmel.

Wasserstoff-Großspeicher und -Pipelines

Die Veranstalter des ersten Rhein-Ruhr-Wasserstoff-Workshops, die Vereine h2-netzwerk-ruhr und HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland, setzen sich als Lobbyisten bereits seit vielen Jahren für den Energieträger Wasserstoff ein. Mit dieser Veranstaltung stellten sie die Wasserstoff-Großspeicher und -Pipelines, deren technische Voraussetzungen sowie Genehmigungsfragen in das Zentrum des Fachaustausches.

Volker Lindner, Vorsitzender h2-netzwerk-ruhr, und Dr. Albrecht Möllmann, Vorsitzender von HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland, schauten am Ende des Tages auf eine erfolgreiche Auftaktveranstaltung zurück: „Mit der Konferenz wurde nicht nur der Blickwinkel geschärft, sondern auch verdeutlicht, welche Möglichkeiten und Verfahren bereits existieren bzw. in absehbarer Zeit zum Tragen kommen werden, um Wasserstoff auf umweltschonendem Wege herzustellen und für verschiedene Anwendungen zu nutzen. Hierbei sind die Lagerung von Wasserstoff in Großspeichern verschiedenen Typs sowie der Transport in Pipelines und Gasnetzen eine wesentliche Voraussetzung. Wir gehen davon aus, dass an diesem Tag das Verständnis für die technischen und genehmigungstechnischen Herausforderungen vermittelt werden konnte“, erläuterte Dr. Möllmann. „Auf den ersten wird wohl auch ein zweiter Rhein-Ruhr-Wasserstoff-Workshop folgen. Wir sind überzeugt, dass grüner Wasserstoff die Energiewende mit antreiben wird“, bekräftigt Volker Lindner.


Metastudie zeigt regulatorische Notwendigkeiten auf

Während des H2-Workshops wurden von René Schoof die Ergebnisse der aktuellen Studie der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) und des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. – Technisch-wissenschaftlicher Verein (DVGW) vorgestellt. René Schoof, Leiter Energy Storage Technology der Uniper Energy Storage GmbH aus Essen, fasste zusammen: „Bei der Studie handelt es sich zuallererst um ein Metastudie, welche die Leitstudien der NOW und des DVGW zum künftigen Einsatz der Power-to-Gas-Technologie in Deutschland vergleicht. Als Kernergebnis ist zunächst herauszuheben, dass Power to Gas als sektorübergreifendes Kopplungselement für die Integration erneuerbaren Stroms in Mobilität, Industrie und Energiesysteme viel mehr darstellt als einen einfachen Energiespeicher. Auch wenn die Studie die aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen nicht direkt beleuchtet, so zeigt sie dennoch, dass eine flächendeckende Einführung von Power to Gas nur durch eine Anpassung der Rahmenbedingungen gelingen kann.“

„Die Metastudie zeigt, dass mit der Power-to-Gas-Technologie grüner Wasserstoff in bestehende Wasserstoff-Wertschöpfungsketten integriert werden kann. Darüber hinaus schafft die Sektor-Kopplung über Power to Gas neue Wertschöpfungsketten im Bereich Mobilität, Industrie und Energiesysteme.“ So beschrieb Schoof den wirtschaftlichen Aspekt und ergänzte, dass der Einsatz von grünem Wasserstoff mittels Power to Gas eine wesentliche Option zum Gelingen der Energiewende darstelle.

Über Grenzen hinaus hin zum Verbraucher
Mit der H2 MOBILITY GmbH & Co. KG koordiniert, plant, baut und betreibt erstmals ein Unternehmen Wasserstoff-Tankstellen als nationale Gesamtaufgabe. Die Industrieunternehmen Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und TOTAL fokussieren mit diesem gemeinsamen Unternehmen den stufenweisen Ausbau der bundesweiten Wasserstoff-Tankstelleninfrastruktur auf insgesamt rund 400 Stationen bis 2023. Frank Sreball, Geschäftsführer H2 MOBILITY Deutschland, stellte die Besonderheit des Unternehmens vor: „Insgesamt werden in der H2 MOBILITY viele Kompetenzen gebündelt, u. a. mit dem Ziel, Planungsverfahren zu harmonisieren und zu vereinfachen sowie Investitionen und Fördermittel effizient einzusetzen.“ Sreball sieht dabei seine Unternehmung auch im europäischen Kontext: „Wir beziehen auch strukturschwächere, grenznahe Regionen in den Aufbau der Infrastruktur mit ein. Schließlich ist Deutschland aus Sicht von Reisenden ein Durchfahrtsland.“


Quelle: presscontact / pressbot.net

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Schlagworte zu dieser Pressemeldung

Wasserstoff , Energieversorger , Power to Gas , Elektromobilität , H2
HydrogenHyWay.NRW


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