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Pressemeldung von projekt21plus.de

Mehr Erneuerbare Energien ausbauen – weniger dafür zahlen

Mehr Erneuerbare Energien –


Die EEG-Umlage steigt, obwohl kaum Erneuerbare Energien ausgebaut wurden. Die Gemüter erhitzen sich ähnlich wie das Klima. Dabei liegen die Lösungen auf der Hand. Gabriel hatte Unrecht. Die steigende EEG-Umlage hatte nichts mit dem Ausbau der günstigen Energieträger Sonne und Wind zu tun. Darauf hatten Fachkreise längst hingewiesen. Die Überproduktion von Strom aus Kohle und Atom senkt die Börsenpreise. Die niedrigen Verkaufseinnahmen führen – neben den Industrieausnahmen - zu einer steigenden EEG-Umlage. Dem könnte die Politik mit einfachen Schachzügen abhelfen. Eine Kohlestoffsteuer würde zum Beispiel die Preise an der Strombörse steigern. Das senkt in der Folge sowohl EEG-Umlage als auch Systemkosten und bietet gleichzeitig effizienten Klimaschutz. Warum?

Steigende Preise senken die Stromrechnung

Von 2009 bis 2016 ist der durchschnittliche Börsenpreis – vor allem dank Erneuerbaren Energien - von über 7 Cent auf circa 3 Cent. Da die Erneuerbaren Energien seit 2010 als Graustrom an der Börse verkauft werden, senken sie dadurch ihre Einnahmen. Den Erneuerbaren Energien fehlen also 4 bis 5 Cent zu ihrer Finanzierung. Das zahlen die Stromkunden. Würde der Strompreis wieder steigen, sinkt die Umlage deutlich. Eine nationale Kohlenstoffsteuer bietet eine effiziente, für alle gut berechenbare und sehr klimafreundliche Lösung.

80 Euro pro Tonne CO2

Bisher dürfen herkömmliche Kraftwerke fast ungebremst Klimagase produzieren. Das UBA schätzt die Kosten des Klimawandels durch eine Tonne CO2 auf 80 Euro. Wenn wir diese Kosten legitimer Weise einpreisen, dann kostet eine Megawattstunde Braunkohlestrom in etwa 80 Euro mehr. Legt man diesen Betrag als notwendige Kohlenstoffsteuer fest und hätte im Jahr 2015 die Einkünfte genutzt, um die Ausgaben für die EEG-Anlagen zu decken, wären keine zusätzlichen Kosten in Form einer EEG-Umlage für die Stromverbraucher angefallen.
Als zusätzlicher Begleiteffekt würde unser Strommarkt flexibler. Laut Berechnungen von Energy Brainpool beginnt ab einem Fixpreis von 80 Euro pro Tonne CO2 eine nennenswerte Nachfrageverschiebung von störenden und klimaschädlichen Kohlekraftwerken hin zu effizienten und flexiblen Gaskraftwerken. Sie kommen dann deutlich mehr zum Zug. Dadurch sinken dann auch die Kosten für *Systemdienstleistungen.

Systemdienstleistungen

Die Systemdienstleistungen sorgen für eine sichere Stromversorgung. Sie werden über die Netzkosten abgerechnet. In Zahlen ausgedrückt beliefen sich die Kosten für Systemdienstleistungen im gesamten Jahr 2014 insgesamt auf 370 Mio. Euro. 2015 stiegen diese Kosten allein im ersten Halbjahr auf 400 Mio. Euro. Das ist eine alarmierende Verdoppelung in kürzester Zeit. 150 Mio. Euro davon entfielen auf “Einspeisemanagement” (abgeregelte Erneuerbare Energien). Das bedeutet, dass 1.581 GWh (oder 1.581.000.000 kWh) Erneuerbarer Strom verloren gegangen sind, weil wir zu viel inflexiblen und meist dreckigen Strom im Netz haben. Das ist teuer, schade und unnötig.

energie neu denken gUG
energie neu denken setzt sich für den bürgernahen Ausbau der Erneuerbaren Energien ein. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft kämpft für eine volkswirtschaftlich sinnvolle, gerechte und sozial verträgliche Transformation des deutschen Strommarktes.
Dazu organisiert energie neu denken Informationsveranstaltungen, berät Umweltorganisationen und setzt Kampagnen für Erneuerbare Energien und gegen atomare und fossile Techniken um.

Für Fragen steht Ihnen Frau Trudel Meier-Staude (Tel. 089-35 65 33 44, Mail infoenergie-neu-denken.de) von energie neu denken gUG gerne zur Verfügung.

Quelle: projekt21plus.de / pressbot.net

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Schlagworte zu dieser Pressemeldung

EEG-Umlage , Kohlenstoffsteuer , Energiewende , Gabriel , Sonne
Wind


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