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Pressemeldung von PRESSCONTACT Fachjournalisten für Energie- und Zukunftsthemen | Energiewende

Aufbau einer systemischen Wasserstoffwirtschaft im Rhein-Main-Gebiet

Aufbau Wasserstoffwirtschaft Rhein-Main-Gebiet


HA Hessen Agentur GmbH · Konradinerallee 9 · 65189 Wiesbaden

Presseinformation
Wiesbaden, den 24. April 2019



Aufbau einer systemischen Wasserstoffwirtschaft im Rhein-Main-Gebiet

• Überlandwerk Groß-Gerau GmbH, Hochschule RheinMain, Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, Mainzer Stadtwerke AG und Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG bilden Projektkonsortium mit Begleitung der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA)
• Weitere 16 assoziierte Partner im Rhein-Main-Gebiet bekunden Interesse und Engagement
• Projektskizze zum Ideenwettbewerb „Reallabore für die Energiewende“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) eingereicht

Wiesbaden/Groß-Gerau – Um die Emissionsbelastungen über alle Energiesektoren hinweg zu reduzieren, soll in der Metropolregion Rhein-Main eine systemische Wasserstoffwirtschaft aufgebaut werden. Der systemische Ansatz stellt einen wichtigen Schritt zur Umsetzung der Energiewende dar. Hier kann das Reallabor Maßstäbe für die nationale Wasserstoffwirtschaft setzen und einen entscheidenden Schritt zur sektorübergreifenden Dekarbonisierung aufzeigen. Im Reallabor Rhein-Main können durch die Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff etwa 5.000 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr eingespart werden. Außerdem werden langfristige Perspektiven für eine nachhaltige Emissionsminderung geschaffen. Beispielsweise wird bis zum Jahr 2030 die Versorgung von etwa 1.000 Brennstoffzellenbussen mit Wasserstoff angestrebt, wodurch ca. 200 Tonnen Stickstoffoxid (NOx)-Emissionen eingespart werden können.
Dr. Karsten McGovern, Leiter der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA) begrüßt das Vorhaben: „Wir freuen uns, dass die Wasserstoff-Partner in der Rhein-Main-Region an einem Strang ziehen und ein Projektkonsortium gegründet haben, das ein Reallabor zur Wasserstofftechnologie schaffen will. Die große Nachfrage nach Wasserstoff für mobile und stationäre Anwendung in der Region zeigt, dass es genau jetzt an der Zeit ist, die in der Region bereits vorhandenen Kompetenzen zu bündeln. So können wir gemeinsam eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft entwickeln, die auch als Blaupause für andere Regionen dienen kann.“

Konzept des Reallabors im Rhein-Main-Gebiet: Elekrolyse, H2-Hub, Methanisierung, Brennstoffzelle
Das Konzept des Reallabors sieht vor, eine Wasserstoffwirtschaft mit nahezu 100%iger Versorgungssicherheit aufzubauen. Hierfür werden Wasserstofferzeugung, -distribution, -speicherung und -verbrauch in der Region zusammen geplant, ausgebaut und vernetzt.
Zur Wasserstofferzeugung werden in Frankfurt, Mainz und Groß-Gerau Elektrolyseure mit einer Leistung von insgesamt ca. 15 MW betrieben. An den Standorten wird Wasserstoff netzdienlich und mit erneuerbaren Energien erzeugt. Die Anlagen sind miteinander verbunden und können sich im Fall von Produktionsausfällen gegenseitig absichern.
Um die Verteilung des Wasserstoffs zu vereinfachen, werden bis zu zwei zentrale Wasserstoffdistributionszentren (H2-Hubs) errichtet, die jedem Wasserstoffproduzenten und -abnehmer den Zugang zum Markt ermöglichen. Wie solche Distributionszentren aussehen können, wird zunächst in einer Begleitforschung erarbeitet. An den H2-Hubs soll jederzeit Wasserstoff per Pipeline oder Trailer angeliefert und bezogen werden können. Dies soll insbesondere kleinen Erzeugern und Abnehmern den Marktzugang ermöglichen und ein natürliches Wachstum der Branche anregen.
Durch die Nutzung von Wasserstoff zur Herstellung von Methan kann eine fast unbegrenzte Speicherung von erneuerbarem Strom und Wasserstoff im Erdgasnetz erfolgen. Dazu soll eine Methanisierungsanlage im Megawattbereich errichtet werden, die aus dem Elektrolysewasserstoff synthetisches Methan erzeugt. Das „grüne“, strombasierte Methan kann außerdem als Rohstoff in der Industrie zum Einsatz kommen.
Zur Erzeugung von Strom und Wärme in einem Netzengpassgebiet wird ein Brennstoffzellen-Kraftwerk mit bis zu 10 MW aufgebaut. Das Kraftwerk wird per Pipeline mit Wasserstoff versorgt und kann sowohl Netzdienst- als auch Regelleistung anbieten.
Jürgen Schmidt, Geschäftsführer der Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG) lobt die Zusammenarbeit: „Die beteiligten Partner verfügen über hervorragende Kompetenzen im Bereich der Wasserstofferzeugung, -speicherung und -verteilung. Mit der Idee zum Aufbau von H2-Hubs wollen wir die vorhandenen Synergiepotenziale erschließen. So wird eine versorgungssichere Infrastruktur für künftige Projekte zur Wasserstoffmobilität, etwa im Bereich des ÖPNV, geschaffen. Ein herzlicher Dank gilt den assoziierten Partnern. Sie wollen uns zum einen bei der Umsetzung des Reallabors begleiten, zum anderen bildet ihre Wasserstoffnachfrage die Grundlage für den wirtschaftlichen Weiterbetrieb nach Förderende.“

Schematische Darstellung der Wasserstoffinfrastruktur mit Erzeugung, Distribution und Nutzung.


Der Bildnachweis lautet: EMCEL GmbH / Grafik: Jeannette Corneille
Text und Bild – unter Verwendung des Bildnachweises – sind frei zur Veröffentlichung.

Schematische Darstellung der Wasserstoffinfrastruktur mit Erzeugung, Distribution und Nutzung hier zum DOWNLOAD.

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Die HA Hessen Agentur GmbH ist die Dienstleistungsgesellschaft des Landes. Sie setzt Projekte, Kampagnen und Förderaktivitäten um und fungiert zudem als Berater und „Think Tank“. Ihr Kernziel ist die bestmögliche Unterstützung des Landes Hessen und anderer öffentlicher Institutionen bei der Erreichung ihrer Ziele im Rahmen der hessischen Wirtschaftsförderung. hessen-agentur.de

Die Hessische LandesEnergieAgentur (LEA), eine Abteilung der HA Hessen Agentur GmbH, übernimmt im Auftrag der Hessischen Landesregierung zentrale Aufgaben bei der Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes. Hessen verfügt über ein ausgezeichnetes Netzwerk von Unternehmen und Hochschulen, die hervorragende Kompetenzen auf dem Gebiet der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie besitzen. LEA unterstützt das Netzwerk im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen aktiv insbesondere über die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen e. V. lea-hessen.de,
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Als lokal verankertes Unternehmen betreibt die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG) zuverlässig das Stromnetz und die Straßenbeleuchtung im Kreis Groß-Gerau. Mit ihrer über 100-jährigen Erfahrung bietet sie besten Service rund um die Stromversorgung und ist Vorreiter für die Energiewende in der Region.
Gesellschafter der ÜWG sind die Mainzer Stadtwerke AG und die Riedwerke Kreis Groß-Gerau. Neben 30.000 Netzanschlüssen einschließlich der Nieder-und Mittelspannungsnetze in neun Städten und Gemeinden betreibt die ÜWG circa 13.000 Straßenlaternen. Mit ihren Beteiligungsgesellschaften erzeugt sie in rund 50 Photovoltaik-, einer Biogas- und zwei Biomasse-Anlagen 6,6 MW elektrische und 2,3 MW thermische Leistung.
Mit Innovationen zur Systemintegration von Elektro- und Wasserstoffmobilität in die Energieinfrastrukturen gehört die ÜWG in der Region zu den Vorreitern einer nachhaltigen Verkehrswende.
Infos unter www.uewg.de
Kontakt:
Überlandwerk Groß-Gerau GmbH
Friedrichstraße 45
64521 Groß-Gerau

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Tel.: +49 6152 718-267
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Quelle: PRESSCONTACT Fachjournalisten für Energie- und Zukunftsthemen | Energiewende / pressbot.net

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Schlagworte zu dieser Pressemeldung

Reallabor , Wasserstoff , Hessen , RheinMain


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