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Wenn die Natur anruft: Wolfsgeheul auf dem Handy wirbt fuer bedrohte Tierarten

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Bundesumweltminister Trittin startet Artenschutzaktion

Berlin, 15. August 2005 - Zum Auftakt der Fernreisesaison hat Bundesumweltminister Juergen Trittin dazu aufgerufen, bei der Auswahl von Touristensouvenirs auf exotische Tiere oder Tierprodukte zu verzichten. "Wer Mitbringsel wie Geldboersen aus Schlangenleder oder Papageienfedern oder Schildpatt mit nach Hause nimmt, traegt zum Artensterben bei", sagte Trittin heute zum Start einer bundesweiten Artenschutzaktion in Berlin. Um auch Jugendliche fuer den Artenschutz zu interessieren, setzt die Aktion ein ungewoehnliches, aber bei Jugendlichen besonders beliebtes Medium ein: den Klingelton des Mobiltelefons. Unter dem Motto "Nature is calling" stellt das Bundesumweltministerium auf seiner Internetseite ab heute die Stimmen exotischer Tiere als Klingelton zum Download zur Verfuegung. Zu hoeren sind neben Wolf, Elefant und Papagei auch drei weitere exotische Tierarten.

"Neben dem Klimawandel ist der Verlust an biologischer Vielfalt die zweite grosse globale oekologische Herausforderung von existenzieller Bedeutung. Wir moechten mit dieser Aktion vor allem bei Jugendlichen das Interesse fuer den Artenschutz wecken", so Bundesumweltminister Juergen Trittin.

Schaetzungen gehen davon aus, dass jeden Tag etwa 150 Tier- und Pflanzenarten aussterben, weltweit sind allein 8.000 Tier- und 40.000 Pflanzenarten gefaehrdet. Die derzeitige Aussterberate von Tier- und Pflanzenarten uebertrifft die vermutete natuerliche Rate um das 100 bis 1000fache - und ist durch menschliches Handeln bedingt. Eine der Ursachen ist der Handel. Schon 1973 wurde deshalb das Washingtoner Artenschutzuebereinkommen abgeschlossen, dem mittlerweile rund 170 Staaten beigetreten sind. Mehr als 5.000 Tierarten und rund 30.000 Pflanzenarten stehen unter seinem Schutz. Der Handel mit diesen Arten ist entweder verboten oder unterliegt strengen Bestimmungen.

Neben dem organisierten Schmuggel sind auch Reisesouvenirs, beispielsweise Geldboersen aus Schlangenleder oder Kopfschmuck mit Papageienfedern, eine wesentliche Gefaehrdung fuer viele Arten. Zur Aufklaerung der Reisenden hat das Bundesumweltministerium seine Oeffentlichkeitsarbeit in den vergangenen Jahren verstaerkt. So wurde eine "Artenschutzfibel" in einer Gesamtauflage von 1 Million Stueck verteilt, etwa ueber die Bordmagazine von Fluggesellschaften oder ueber die Zolldienststellen.

Trotzdem wird nach wie vor umfangreicher illegaler Handel mit bedrohten Arten betrieben. Die Zahl der Aufgriffe beim Zoll ist ueber die Jahre sogar angestiegen: von 902 im Jahre 1981 auf heute 1500 Faelle. 2004 wurden so knapp 37.000 Exemplare beschlagnahmt. Darunter auch zahlreiche lebende Reptilien und Papageien. Dabei gehen die Tiere nicht nur dem natuerlichen Bestand verloren, viele ueberleben die Reise auch nicht, weil Papageien etwa in Papp- oder Plastikroehrchen im Reisegepaeck verstaut werden.

Einige der betroffenen Arten koennen jetzt gewissermassen selbst ihre Stimme erheben und als Handy-Klingelton auf ihre Bedrohung aufmerksam machen. Die Aufnahmen der Tierlaute stammen aus dem Tierstimmenarchiv der Berliner Humboldt-Universitaet. Insgesamt kann unter sechs Arten und den Lauten von Wolf, Hyaene, Panda, Afrikanischer Elefant, Papagei sowie dem Siamang, einer zu den Gibbons zaehlenden Affenart, gewaehlt werden. Die Tierstimmen werden als so genannte "Realtoene" angeboten, ihre Verwendung als Klingelton setzt also ein entsprechend ausgestattetes Handy voraus.

Weitere Informationen: www.bmu.de/klingelton

Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderplatz 6, 10178 BerlinRedaktion: Michael Schroeren (verantwortlich)Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß, Frauke StamerTel.: 01888/305-2010. Fax: 01888/305-2016email: pressebmu.bund.de - internet:



Quelle: BUNDESMINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND REAKTORSICHERHEIT (BMU) / pressrelations.de

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