pressbot Pressemeldungen Marketing & PR-Blog PREMIUM-PR Presseversand nav

Pressemeldung von "Horch amol aus Franken"

Pflegeassistent – Adelsprädikat für prekäre Arbeitsbedingungen?

Pflegeassistent – Adelsprädikat Arbeitsbedingungen?


Nürnberg, 24. August 2008
von Hans-Jürgen Graf

Die Redaktion der Zeitschrift für soziale Themen, „Horch amol aus Franken“, hat sich mit einem Schreiben an das Bundesgesundheitsministerium gewandt um damit die Stellungnahmen der Gegner des Vorhabens „Langzeiterwerbslose als Pflegeassistenten bei Demenzkranken“, zu unterstützen.

Diese Aktion kommt nicht von irgendwoher, sondern begründet sich in dem Umstand, dass der Herausgeber der Zeitschrift, Hans-Jürgen Graf, als auch ein weiteres Mitglied der Redaktion, Andreas Klamm, selbst examinierte Pflegekräfte sind und von dem Vorhaben der gesetzlichen Krankenversicherung, in Verbindung mit dem Bundesgesundheitsministerium, absolut nicht überzeugt sind. Graf’s Sichtweise, die vom ganzen Redaktionsteam unterstützt wird, ist dass es sich bei diesem Projekt wahrscheinlich erneut auch um einen Versuch handelt, Löhne und Gehälter für examiniertes Personal einzusparen und zu drücken, oder auch Verhandlungspositionen der Arbeitgeber in diesem Bereich zu stärken, die letztlich auch wiederum niedrigere Vergütungen erzwingen oder Gehaltserhöhungen vermeiden wollen.

Dem Herausgeber der Zeitung will sich der Sinn dieses Einsatzes von „Pflegeassistenten“ nicht so recht erschließen. Er arbeitete noch vor seiner Schwerbehinderung runde 20 Jahre als examinierte Krankenpflegekraft und dies auch in verantwortlichen Positionen. Gerade der Bereich der Demenzerkrankungen ist, in seinen Augen, ein Bereich der Pflege der ein besonders hohes Maß an Professionalität erfordert. Hier geht es um Menschen, die den Bezug zu ihrem eigenen, bewussten Leben verloren haben. Ja sogar den zu ihrer eigenen Identität. Von großer Wichtigkeit ist es hier, aktivierend und erhaltend tätig zu sein. Vorhandene Kenntnisse und Fähigkeiten der Betroffenen zu erkennen, diese dann zu aktivieren und im Laufe der Betreuung und Pflege zu versuchen diese Fähigkeiten längstmöglich zu erhalten. Allein als gelernte Pflegekraft selbst ist es förderlich und teilweise sogar vorgeschrieben, die Weiterbildung für Pflegeberufe zur gerontopsychiatrischen Fachkraft zu besuchen.

Diese Ausbildung alleine umfasst schon über 700 Stunden und basiert auf einer dreijährigen Ausbildung als Pflegekraft. Wenn ich in diesem Bereich tatsächlich Möglichkeiten schaffen möchte, dass auch berufsfremde oder interessierte Menschen sich an der Betreuung dieser Personen beteiligen können, so sollte dies unter ganz bestimmten Voraussetzungen geschehen. Wenn hier „ungelernte“ Kräfte mit diesen Menschen umgehen, so müssen sie unter der Begleitung von Fachkräften stehen. Es muss eine wirklich enge Zusammenarbeit sein, die ein so hohes Maß an Personaldichte erfordert, die nach Ansicht von Graf von den Pflegeheimen so nicht geleistet werden kann. Menschliche Katastrophen sind hier vorprogrammiert. Ganz besonders dann, wenn die betreffenden „Helfer“ nicht ganz freiwillig in diese Tätigkeit hinein sanktioniert werden. Für ihn ist aber auch wichtig, dass seiner Ansicht nach wieder versucht werden wird, den Menschen die unter einem relativen Zwang diese Arbeit aufnehmen sollen, so wenig wie möglich zu bezahlen. Diese Bestrebungen der Arbeitgeber kann er aus seiner eigenen Geschichte oft genug bestätigen. Er erinnert hier an die schleichende Vereinnahmung der Zivis auch in die grundpflegerischen Tätigkeiten unter Eigenverantwortung. Gleiches geschah bei den Teilnehmern des Freiwilligen sozialen Jahres, und es geschieht wahrscheinlich auch bei den sogenannten 1-Euro-Jobs in Pflegeheimen und Kliniken.

Als diese Möglichkeiten abnahmen, bzw. noch nicht geschaffen waren, griffen sehr viele Arbeitgeber auf die Anwerbung fremdländischen Personals zurück, bevorzugt aus den Gebieten des heutigen Tschechien, Polens, Russlands und Rumäniens. Selbst dortige Fachkräfte konnten hier als „Helfer“ beschäftigt werden, da die Anerkennung ihres jeweiligen Staatsexamens hier nur nach langer Zeit oder überhaupt nicht möglich war.

Für den Herausgeber der Zeitschrift eigentlich eine eindeutige Sache. Aber wird es die Mehrheit in unserem Land als solche erkennen?

Den Brief an das Ministerium können Sie online lesen unter:



auf der Homepage finden Sie einen Link zu diesem Brief.

Gleichzeitig läuft eine Petition online mit dem Inhalt des Briefes, die Interessierte mit ihrer Zeichnung unterstützen können. Zu finden ist sie unter:








Quelle: "Horch amol aus Franken" / pressbot.net

Details zur verantwortlichen Redaktion:

Firma: "Horch amol aus Franken"
Ansprechpartner: Hans-Jürgen Graf
Straße: Leipziger Str. 4
Stadt: -
Land: Deutschland

E-Mail:

Zur Redaktions-Visitenkarte



Schlagworte zu dieser Pressemeldung



Ähnliche Pressemeldungen

T-Systems vereinfacht Kooperationen im öffentlichen Personennahverkehr

Neues Betriebsleitsystem verwendet Digitalfunk Frankfurt am Main, 9. Juni 2005. - T-Systems hat für Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ein neues rechner­gestütztes Betriebsleitsystem (RBL) entwickelt. Es ist speziell ...
Hyperwave stellt sich dem direkten Vergleich im Dokumentenmanagement

Tagung von BARC und Computerwoche zeigt Strategien und Lösungen führender Hersteller München, 10. Juni 2005. Mit einem herausragenden Ergebnis schnitt die Lösung von Hyperwave in der diesjährigen BARC Studie zu Dokumentenmanagement ...
Clarity nutzt Eicon-Netzwerk

Bad Homburg, 10. Juni 2005 - Die Clarity AG ist Partner des Eicon Networks Technology Programms (ETP-Programm). Eicon ist einer der führenden Anbieter von Kommunikationshardware und bietet mit seinem ETP-Programm eine Plattform für Softwarehersteller ...
Schottenland warnt vor Abzocke bei Internet-Telefonen

Berlin/Schottenland, 9. Juni 2005 - Eine Reihe von Anbietern nutzt die Unkenntnis vieler Verbraucher bei Internet-Telefonen aus und bietet die Geräte zu stark überhöhten Preisen an. Darauf weist der Preisvergleichsdienst Schottenland.de ...
eco-Verband zeichnet Dr. Roland Metzger und Michael Weideneder als Pioniere des E-Recruiting aus

Berlin/Köln/Wiesbaden, 10. Juni 2005 - Der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. hat die beiden Unternehmer Dr. Roland Metzger und Michael Weideneder als Pioniere des E-Recruiting in Deutschland ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte auf ...

Es gibt keine Downloads für diese Pressemeldung.

Medienclipping & Statistiken zur Meldung 'Pflegeassistent – Adelsprädikat für prekäre Arbeitsbedingungen?' (Stand 10.07.2015 )


Insgesammt wurden alle 1 Pressetexte 448 Mal bei pressbot und ggf. weiteren Seiten (z.B. energieportal24.de) aufgerufen. Die Pressemeldung Pflegeassistent – Adelsprädikat für prekäre Arbeitsbedingungen? wurde bisher 448 Mal aufgerufen. Genutzte Kategorien sind "Politik und Gesellschaft". Die aktuellste Meldung wurde am 25.08.2008 - 13:55 Uhr eingestellt.



Weitere Quelle im Web zur Meldung 'Pflegeassistent – Adelsprädikat für prekäre Arbeitsbedingungen?'


Die Meldung tauchte ausserdem auf folgenden Medienblogs, Verzeichnissen, Newsdiensten, Pressediensten auf:
Weitere Infos folgen...



Reichweite der Meldung 'Pflegeassistent – Adelsprädikat für prekäre Arbeitsbedingungen?'


Weitere Infos folgen...

TOP 5 beliebteste Pressemeldungen dieser Redaktion



Aufrufe: 448



Alle Meldungen der Redaktion >>

Diese Funktion folgt demnächst. Wir bitten um Verständnis.