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Pressemeldung von Regensburger Flüchtlingsforum

Flüchtlinge haben auch Wünsche (ein Gedicht)

Flüchtlinge Wünsche (ein Gedicht)


Pressemitteilung: Flüchtlinge haben auch Wünsche

Regensburg, den 06.12.2008

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachfolgende Pressemitteilung bitten wir zu veröffentlichen.

Herbergssuche ist die Bezeichnung für ein Spiel religiösen Inhalts – in Anlehnung an die vergebliche Suche von Josef und Maria vor der Geburt Jesu, wie es im Lukasevangelium (Kap.2 Vers 7) beschrieben ist. Gerade in der Adventszeit ist das Spiel von der Herbergssuche ein alter christlicher Brauch, der bis heute in Familien gepflegt wird. Dabei übernehmen zwei Kinder die Rollen von Josef und Maria, während der Vater oder ein älteres Kind den sie abweisenden Herbergswirt spielt. Einer der bekannten Wechselgesänge des Spiels geht wir folgt.

Herbergswirt: Wer klopfet an?
Maria und Josef: Oh zwei gar arme Leut'.
Herbergswirt: Was wollt ihr denn?
Maria und Josef: Oh gebt uns Herberg heut! Euch durch Gottes Lieb' wir bitten, öffnet uns doch Eure Hütten!
Herbergswirt: O nein, o nein!
Maria und Josef: Ach lasset uns doch ein!
Herbergswirt: Das kann nicht sein!
Maria und Josef: Wir wollen dankbar sein.
Herbergswirt: Nein, es kann einmal nicht sein, drum geht nur fort, Ihr kommt nicht rein!

Kein Spiel ist die Not der Flüchtlinge, für sie ist Obdach-Finden bitterer Ernst.

Weihnachten kommt, der Wunschzettel ist groß,
Achtung, Toleranz, Respekt und Wir-Gefühl,
ist unser größter Wunsch.

Frieden auf Erden,
das ist schön,
wenn Träume und Wünsche
in Erfüllung gehn.

Sie liegen in Schubladen verstaubt und vergessen,
als wär der Mensch Flüchtling
längst vermessen.

Das Sehnen nach Bleiberecht, einer Arbeit und eigenen Wohnung,
blieb unerhört,
es bleibt wohl Wunsch.

Krieg, Zerstörung, Folter und Hunger,
sind wir über Berge und Wüste nach Deutschland gedrungen.
Hier geblieben : das wäre unser Traum,
stattdessen,
Ablehnung, Duldung u. Abschiebung,
als Antwort
"ein Irrsinnstraum"

Fremde, in der Fremde,
das sind wir geblieben,
denn der Weg,
der in eine weltoffene Gesellschaft führt,
ist Traum geblieben.

Vielleicht
und das hoffen wir,
steht das Christkind auch vor unserer Tür.

Im Gepäck ein Internetanschluss,
das wäre wirklich Hochgenuss.

Einst hing ein Briefkästchen an der Wand,
abgenommen von der Hausverwaltung,
wohl ohne Verstand,
eine Briefkastenanlage
das wäre fein,
denn in unsere Post,
schaun wir nur rein.

Und nicht vergessen: Jesus war ebenfalls ein Flüchtling. Nicht nur, dass er in einem Stall auf die Welt kommen musste, weil in der Herberge kein Platz für ihn war, auch seine Flucht nach Ägypten reiht ihn, dessen Geburt heutzutage mit Pomp und Verschwendung gefeiert wird, ein in die Reihe der Asylanten, die buchstäblich am Rande der Gesellschaft mehr ein Dasein fristen müssen, als leben.

Die Regensburger Flüchtlinge wünschen Ihnen und Euch Allen, ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest und ein gutes und erfolgreiches Jahr 2009.

Das Regensburger Flüchtlingsforum verabschiedet sich in den Weihnachtsurlaub und steht den Flüchtlingen ab 07. Januar 2009 selbstverständlich wieder mit Rat und Tat zur Seite. Allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2009.

Mit freundlichen Grüßen
Regensburger Flüchtlingsforum

Marion Puhle




Quelle: Regensburger Flüchtlingsforum / pressbot.net

Details zur verantwortlichen Redaktion:

Firma: Regensburger Flüchtlingsforum
Ansprechpartner: Marion Puhle
Straße: Lederergasse 7
Stadt: -
Land: Deutschland

Telefon: 0941-3074643
Fax: 0175-5238809

E-Mail:

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Schlagworte zu dieser Pressemeldung

Flüchtlinge , Abschiebung , Duldung


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