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Tag der Artenvielfalt am 11. Juni 2005 - Sander: Vertragsnaturschutz schafft und erhält Lebensräume

Tag Artenvielfalt 11. Juni 2005 - Sander: Vertragsnaturschutz Lebensräume




HANNOVER. "In Niedersachsen können die Menschen den phantastischen Artenreichtum in der Tier- und Pflanzenwelt das ganze Jahr über hautnah erleben und bestaunen", freut sich Umweltminister Hans-Heinrich Sander anlässlich des morgigen (Sonnabend) Tages der Artenvielfalt.

Zahlreiche Wiesenvogelarten wie Kiebitz, Uferschnepfe und Schafstelze sowie Störche, Kraniche, und Seeadler und auch Gastvögel aus der hohen Arktis, Fischotter, Luchse und seltene Amphibien wie der Springfrosch und der Kammmolch sind wieder in Niedersachsen heimisch; seltene Pflanzen, wie die farbenprächtige und grazile Schachbrettblume, erfreuen in Elbauen die Menschen. Für den Erhalt und die Entwicklung der Lebensräume und der Brutbestände dieser schützenswerten Arten setzen Niedersachsen und die EU beispielsweise im Rahmen des Vertragsnaturschutzes jährlich rund 2 Millionen Euro ein.

"Der Vertragsnaturschutz mit Landwirten, aber auch Schutzgebietsausweisungen und im Ausnahmefall der Erwerb besonders wertvoller Flächen tragen dazu bei, Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen, zu erhalten und artgerecht zu gestalten", betonte Minister Sander. Der Artenschutz lässt sich in Niedersachsen erleben. So herrscht Mitte Juni unter den Brutvögeln ein geschäftiges Treiben. Kiebitze sind flügge und streifen bereits in größeren Jungvogeltrupps umher, während Rohrweihen ihre Küken gerade füttern und die Wiesenweihen noch am brüten sind. Auch Brachvögel, Braunkehlchen und Wiesenpieper können momentan bei der Jungenaufzucht beobachtet werden.

Vom Artenschutz hat auch der Weißstorch profitiert. So brüteten in 2004 450 Weißstörche in Niedersachsen. Sie haben 1.000 Jungvögel erfolgreich aufgezogen. Hierfür setzt Niedersachsen im Rahmen des Weißstorchschutzprogramms jährlich 300.000 Euro ein. Intensiven Schutzbemühungen der Naturschutzverwaltung und ehrenamtlich tätiger Personen, ist es auch zu verdanken, das in Niedersachsen wieder 19 Paare des mächtigen Seeadlers brüten. "Dieser Erfolg wäre ohne eine enge Zusammenarbeit des Naturschutzes mit Jägern und Förstern nicht zustande gekommen. Vor allem ehrenamtlich wirkenden Naturschützern ist es auch zu verdanken, dass 2004 sage und schreibe 400 Kranichpaare und 80 Uhupaare in Niedersachsen brüteten so viel wie nie zuvor in neuerer Zeit", lobte Sander.

Niedersachsen leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Schutz wandernder Tierarten. Besonders in den weiträumigen Marschen im Norden Niedersachsens rasten alljährlich über 200.000 nordischer Nonnen-, Bläss- und Saatgänse, Sing- und Zwergschwäne. Auch Zugvögel wie der Goldregenpfeifer und der Dunkle Wasserläufer nutzen die weiträumigen Grünland- und Ackerflächen zur Rast und Nahrungssuche. Das Umweltministerium trägt durch den Vertragsnaturschutz zum Erhalt der Gastvogelbestände bei. In den drei Hauptrastgebieten werden vom Land jedes Jahr dafür rund 450.000 Euro eingesetzt. Für seltene Säugetiere, wie den heimlichen Fischotter, kauft das Land Niedersachsen Flächen im Bereich geeigneter Fließgewässer für den Schutz dieses possierlichen "Wassermarders". Und dank einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Landwirtschaftsministerium, dem Umweltministeriums, der Landesjägerschaft und der Nationalparkverwaltung Harz fühlt sich auch der Luchs seit dem Jahr 2000 im Harz wieder wohl. Rund 20 Luchse wurden im Rahmen dieses Gemeinschaftsprojektes erfolgreich ausgewildert. "Die Erhaltung der Artenvielfalt vor der Haustür gelingt nur dann, wenn alle an einem Strang ziehen. So ist es den Fischereiverbänden zu verdanken, dass wieder zahlreiche Fischarten in unseren Fließgewässern leben", erklärte der Umweltminister. So leistet die Landesjägerschaft mit der Anlage von Randstreifen und Brachflächen einen unschätzbaren Beitrag zur Sicherung der Lebensräume seltener Arten, wie Feldlerche, Grauammer und Feldhamster.

"Nicht zuletzt kann aber jeder auch seinen ganz privaten Beitrag leisten und an der Erhaltung der Artenvielfalt mitwirken. So kann ein naturnah gestalteter Garten mit einheimischen Gehölzen vielen Singvögeln eine Brut- und Nahrungsstätte sein. Auch einmal auf das Rasenmähen und Laubharken zu verzichten, bietet Insekten und anderen Wirbellosen mehr Lebensqualität und verbessert das Nahrungsangebot für Vögel und Igel", erklärte Umweltminister Sander.



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