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Bulmahn: "Erfolgsweg für Frauen an den deutschen Hochschulen muss weiter ausgebaut werden"

Bulmahn: "Erfolgsweg Frauen Hochschulen




BMBF-Langzzeitstudie: Erstmals mehr Studienanfängerinnen an den Hochschulen

"Frauen in Deutschland waren noch niemals zuvor so gut ausgebildet wie heute." Das erklärte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn anlässlich der Präsentation der Langzeitstudie "Frauen im Studium" in Berlin. Die Studie wird seit 1983 von der soziologischen Fakultät der Universität Konstanz im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) umgesetzt. Danach ist der Anteil der weiblichen Studienanfängerinnen erstmals höher als der Anteil der Männer. Im Wintersemester 2003/2004 stieg der Anteil der Studienanfängerinnen auf rund 50 Prozent. Die Untersuchung, bei der 33.000 Studentinnen befragt wurden, ergab weiterhin, dass weibliche Studierende ihr Studium effizienter als ihre männlichen Kommilitonen anlegen. Daraus folgen eine niedrigere Abbruchquote und ein schnelleres Studium.

"Das sind Ergebnisse einer konsequenten Politik, die sich die Chancengleichheit von Männern und Frauen zum klaren Ziel gemacht hat. Dieser Erfolgsweg kann und darf zukünftig nicht umgekehrt werden", erklärte Bulmahn. Die Bundesministerin wies auf zahlreiche Anstrengungen hin, die darauf gerichtet seien, mehr Frauen für Spitzenpositionen in Wissenschaft und Forschung zu gewinnen. So sei das Fachprogramm Chancengleichheit des Hochschul- und Wissenschaftsprogramms mit 30 Millionen Euro jährlich von Bund und Ländern ausgestattet worden: "Hier werden insbesondere hochqualifizierte Frauen unterstützt, die sich für eine Professur vorbereiten. Ferner geht es darum, den Anteil von Frauen in naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen zu steigern." Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS, Bonn) trage als Informations-, Service- und Koordinationszentrum zur wissenschaftlichen Karriere von Frauen bei.

Die gegenwärtigen Reformen des deutschen Hochschulsystems beurteilen die weiblichen Studierenden in der Langzeitstudie positiver als die männlichen Studierenden. So ist die Akzeptanz der neuen Bachelor- und Master-Studiengänge bei den Studentinnen höher.

Studentinnen fordern einen größeren Praxisbezug an der Universität, gute Betreuung und eine bessere Vermittlung für den Arbeitsmarkt. Diese Wünsche werden von den Frauen häufiger als von Männern geäußert, so die Langzeitstudie. Die Gründe für die Aufnahme eines Studiums haben sich zwischen Studentinnen und Studenten in den letzten Jahren angepasst. Studentinnen und Studenten erhoffen sich gleichermaßen eine gute fachliche und wissenschaftliche Hochschulausbildung, die später bessere Berufschancen eröffnet. Der Anteil derjenigen, die durch ihren Hochschulabschluss zu gesellschaftlichen Verbesserungen beitragen möchten, ist jedoch bei den weiblichen Studentinnen höher.

Neben den erfreulichen Entwicklungen weist die Studie jedoch auf weiterhin bestehende Probleme für weibliche Studierende hin. So ist die Fachwahl der Studentinnen nach wie vor traditionell geprägt. Der Anteil der Studentinnen in den Geisteswissenschaften bleibt sehr hoch, wohingegen die Studentinnen-Quote in einzelnen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen bei 20 Prozent stagniert.

Nachholbedarf weist die Studie bezüglich der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs auf. Zwar formulieren Studentinnen und Studenten genau so häufig das Ziel, nach dem Studium promovieren zu wollen, doch lediglich 38 Prozent der Frauen erhalten daraufhin auch die Möglichkeit zu einer Promotion. Gründe dafür scheinen, so die Konstanzer Studie, die seltenere Tätigkeit als studentische Hilfskraft oder Tutorin, die zukünftigen Arbeitsbedingungen an den Hochschulen sowie die noch nicht ausreichende Unterstützung durch die Professorinnen und Professoren zu sein.

Insgesamt schätzen Frauen auch ihre Berufschancen nach dem Studium erheblich schlechter als Studenten ein. Studentinnen mit Kindern haben es nach eigenen Angaben deutlich schwerer im Studium.

Bulmahn: "Studentinnen sind von einem zügigen Studium und von einem guten Abschluss überzeugt und wollen diese Ziele konsequenter als ihre Kommilitonen verwirklichen. Dabei sollten sie noch intensiver als bisher durch die Professorinnen und Professoren unterstützt werden. Einrichtungen für Kinderbetreuung an den Hochschulen müssen noch selbstverständlicher werden."

 

BMBF - Bundesministerium für Bildung und ForschungPressereferatHannoversche Straße 28 - 30 D - 10115 Berlin Telefon: (0 18 88) 57 - 50 50Fax: (0 18 88) 57 - 55 51E-Mail: pressebmbf.bund.de URL:



Quelle: BUNDESMINISTERIUM FÜR BILDUNG UND FORSCHUNG (BMBF) / pressrelations.de

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